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NWZonline.de Region Delmenhorst

Zebrastreifen erweckt politisches Engagement

10.10.2017

Delmenhorst „Du, das wäre bestimmt was für Dich.“ Mit diesen Worten hat ein Bekannter von Frauke Wöhler vor sechs Jahren den Stein ins Rollen gebracht. Die CDU-Landtagsabgeordnete Annette Schwarz suchte für ihre politische Arbeit eine Bürokraft, die sie unterstützt. Der Bekannte wies sie drauf hin, Frauke Wöhler stellte sich vor und bekam den Job. „Ich sagte zu ihr, von Politik habe ich nicht so viel Ahnung. Sie antwortete: Das kommt noch!“

Es war ein Zebrastreifen vor der Knister-Grundschule, der das politische Engagement der heute 45-Jährigen weckte. „Ich stellte bei der Stadt den Antrag auf Verlegung des Zebrastreifens. Ein Jahr lang passierte überhaupt nichts. Erst als sich der Ratsherr Michael Adam einschaltete, kam Bewegung in die Sache.“ Frauke Wöhler interessierte sich zunehmend für die Ratsarbeit, ließ sich im vergangenen Jahr bei der Kommunalwahl als Kandidatin der CDU aufstellen und wurde gewählt. Als feststand, dass Annette Schwarz kein weiteres Mal für den Landtag kandidieren wollte, warf Frauke Wöhler neben vier Mitbewerbern ihren Hut in den Ring. Im März wurde sie per Urwahl gegen vier Mitbewerber von den Delmenhorster CDU-Mitgliedern zur neuen Landtagskandidatin des Wahlkreises 65 Delmenhorst nominiert.

Die drei Kinder sind inzwischen 13, 15 und 17 Jahre alt und somit aus dem Gröbsten raus. Zeit, etwas Neues in Angriff zu nehmen, findet Wöhler. Ihr Mann Stephan, Heizungsbauermeister, steht voll hinter den politischen Ambitionen seiner Frau. Beide hatten sich in der kirchlichen Jugendarbeit kennengelernt. Der ehrenamtlichen Kirchenarbeit widmet sich Frauke Wöhler immer noch. In der Zwölf-Apostel-Gemeinde ist sie Kirchenälteste.

Was Frauke Wöhler ärgert, ist, dass manche Delmenhorster ihr zu verstehen geben, sie sei ja „nur“ eine Zugezogene. „Ich bin zwar nicht hier geboren, aber nach den vielen Jahren, die ich hier lebe, fühle ich mich als Delmenhorsterin“, sagt sie.

Seit dem Jahr 2000 lebt Familie Wöhler am Rande der Stadt auf einem Resthof an der Adelheider Straße. Hund, Katze, Hühner und Gänse gehören für die Kandidatin einfach dazu. „Ich liebe das Ländliche“, sagt die gebürtige Ostfriesin.

Meine Ziele für Delmenhorst

Diese drei Ziele möchte ich für Delmenhorst erreichen:
1. Die Unterrichtsversorgung an den Schulen ist katastrophal, weil die Lehrkräfte zunehmend unterrichtsfremde und nichtpädagogische Aufgaben erledigen müssen. Sie sollten mehr Zeit haben, sich auf ihre Kernaufgabe zu konzentrieren, nämlich guten Unterricht zu geben. Dafür müssen an den Schulen zusätzliche Verwaltungsmitarbeiter, pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter und anderes qualifiziertes Personal zur Verfügung gestellt werden. Fakt ist auch, dass die rot-grüne Landesregierung Studienanfängerplätze gestrichen hat. Diese müssen wieder aufgestockt werden. 2. Egal ob ambulant oder stationär, gemeinsam mit den Pflegeeinrichtungen, den Pflegekassen und den Sozialverbänden müssen Schritte zur Verbesserung des Personalschlüssels in der Pflege vereinbart werden. Man muss die Dokumentation vereinfachen, damit das Zwischenmenschliche nicht auf der Strecke bleibt. Pflegeberufe müssen attraktiver werden. 3. Ich werde mich für ein Wohnungsaufsichtsgesetz einsetzen, wie es das in anderen Bundesländern schon gibt und sehr erfolgreich ist. Ein Gesetz, das es Kommunen erleichtert, gegen Vermieter von Schrottimmobilien vorzugehen. Das bräuchten wir dringend in Bezug auf den Wollepark.

Hier hat meine Partei Unrecht

Ich finde das ganz schwierig zu beantworten. Aber: Ich bin ein Freund des dreigliedrigen Schulsystems. IGS und Oberschulen sind nicht für jedes Kind gut. Hier wünschte ich mir ein Umdenken.

So werbe ich um Stimmen

Ich bin ein aufgeschlossener, authentischer Mensch. Ich verstelle mich nicht und kann Probleme, die Eltern etwa mit der Schule ihrer Kinder haben, nachvollziehen, da es mich genauso betrifft. Ich lasse nicht locker. Die mich kennen, wissen, dass ich für meine Ziele kämpfe. Dies ist jetzt, Delmenhorst nach vorne zu bringen.

Dafür sollte die Landesregierung kein Geld mehr ausgeben

Für Zinsen sollte kein Geld mehr ausgegeben werden. Wir haben derzeit eine florierende Wirtschaft und dementsprechend gute Steuereinnahmen. Wir müssen haushalten, statt uns neu zu verschulden.

Mein Traumjob in der Landesregierung

Ich möchte im Kultusausschuss und im Sozialausschuss der Landesregierung mitarbeiten, um für Niedersachsen und vor allem für Delmenhorst die Weichen neu zu stellen. Stichworte sind auch hier die Unterrichtsversorgung und der Personalschlüssel.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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