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NWZonline.de Region Delmenhorst

Kirche: Gottesdienst im Caritas-Möbellager

22.11.2017

Delmenhorst Die Botschaft von Papst Franziskus zum Welttag der Armen steht unter dem Leitwort „Liebet nicht mit Worten, sondern in Taten“. „Dieser Tag ist eine Chance, unser Leben aus der Energie Gottes und seiner Barmherzigkeit und angestoßen von neuen Begegnungen in Bewegung zu bringen“, hatte der Papst geschrieben.

Auch im Oldenburger Land hatten Weihbischof Wilfried Theising und Caritasdirektor Gerhard Tepe die Kirchengemeinden und Einrichtungen der Caritas aufgerufen, den Tag aufzugreifen. In Delmenhorst luden die Kirchengemeinde St. Marien und der Caritasverband zu einem Gottesdienst in das Möbellager ein.

„Unser Möbellager ist ein besonderer Ort, das spürt man sofort“, sagte Caritasgeschäftsführer Peter Schmitz bei der Begrüßung der rund fünfzig Gläubigen, die dick eingehüllt in der kühlen Halle saßen. „Es ist ein Ort, wo der Gottesdienst gut hinpasst.“ Das Möbellager in Delmenhorst hat zweimal pro Woche geöffnet. 15 Ehrenamtliche sorgen für seinen Betrieb, der durch die Stadt Delmenhorst, Spenden und Eigenmittel der Caritas finanziert wird. Pro Quartal werden etwa eintausend Möbelstücke bewegt.

Hin und wieder sei es gut, die Kirche zu verlassen und bedeutende Orte der Stadt aufzusuchen, sagte Pastoralreferent Thomas Fohrmann, der den Wortgottesdienst leitete. Das Möbellager sei eine „Kathedrale der Arbeit“. Denn es sei oft schwer, Möbel zu schleppen oder zusammen zu bauen. Das Möbellager sei aber auch ein Ort der Freude und des realen Lebens, an der er selbst jede Woche mindestens einmal komme.

Es wäre sicher wünschenswert gewesen, den Gottesdienst mit den Menschen zu feiern, die sich hier Möbel abholen, gestand Fohrmann. Doch unter ihnen seien viele Ausländer, Flüchtlinge, und Menschen, die Grundsicherung bekommen.

35 Nationen seien hier schon gezählt worden. „Und mit den wenigsten von ihnen haben wir liturgische Gemeinsamkeiten.“ Bei bis zu vierzig Besuchern pro Öffnung sei der Andrang groß. „Es ist schlimm, dass es solche Lager überhaupt geben muss, doch es gibt Realitäten in unserer Stadt, die wir einfach akzeptieren müssen.“

Die Worte des Papstes, nicht mit Worten, sondern in Taten zu lieben, sei ein klarer Aufruf, aktiv zu werden. „Es ist wichtig, dass jeder einen geeigneten Platz in der Gesellschaft findet“, mahnte Fohrmann. „Die Kirche will Armut, aber Armut in Würde“, zitierte er Oscar Romero, Erzbischof von El Salvador, der 1980 wegen seines Einsatzes für soziale Gerechtigkeit ermordet worden war.

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