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NWZonline.de Region Delmenhorst

Beileid für die Hinterbliebenen

30.08.2017

Delmenhorst Tief erschüttert sei er angesichts des am Montag zutage getretenen Ausmaßes der Klinikmorde in Oldenburg und Delmenhorst. Das sagte am Dienstagmorgen in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz. „Ich möchte den Hinterbliebenen mein Beileid aussprechen“, sagte das Stadtoberhaupt. Mit vielen habe er persönlich gesprochen. „In meiner gesamten Dienstzeit ist das das Schlimmste, was ich jemals erlebt habe.“

Für ihn stelle sich die Frage, wie die Krankenhäuser damit umgehen – ein Thema, das nicht nur Delmenhorst betreffe. Dass Högels Taten so oft geschehen konnten und dennoch lange Zeit unbemerkt geblieben seien, sei unverständlich. „Das wird die Stadt Delmenhorst noch viele Jahre begleiten, davon bin ich überzeugt“, sagte der Oberbürgermeister. „Was aber nicht passieren darf, ist ein Generalverdacht gegenüber den pflegenden Mitarbeitern. Das würde ich bedauern.“

Die massenhaften Patientenmorde hätten nicht geschehen können, hätte es nicht „in dem gesamten Verfahren das Versagen von Handelnden“ gegeben, meint der Oberbürgermeister. Das „Wegloben“ Högels aus dem Klinikum Oldenburg mit einem guten Zeugnis  – mit der ausgezeichneten Referenz fing Högel wenig später im Klinikum Delmenhorst an – sei ein Vorgang gewesen, der nicht hätte passieren dürfen und für das Jahnz nur ein Wort hat: „unglaublich“.

Um möglichen Tätern auf die Schliche zu kommen, sei die Überwachung des Medikamentenbestandes das A und O. Das sei nunmehr gängige Praxis. Schließlich ginge es nicht nur um die Aufarbeitung des Geschehenen, sondern auch um die Prävention künftiger Straftaten Pflegender an den ihnen anvertrauten Patienten. Auch wenn sich Jahnz nicht vorstellen mag, dass solche Taten in einem solchen Ausmaß jemals wieder geschehen werden. Dennoch räumt er ein: „Ich bin kein Hellseher.“

Jahnz hat am Dienstagmorgen der Soko „Kardio“ der Polizei seinen Dank für die akribische Ermittlungsarbeit der letzten Jahre ausgesprochen.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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