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NWZonline.de Region Delmenhorst

Neun Kulturvisionäre mit Tatendrang

31.07.2019

Delmenhorst Sie sind jung, jedenfalls relativ, sie sind kreativ und sie wollen Kultur machen. Kultur für jedermann, für wenig Geld, am besten kostenlos. Aber das, was diese Menschen am meisten auszeichnet, ist ihr Tatendrang. Auf dem Sofa sitzen und meckern war gestern: Hier kommt der neue Kulturverein für Delmenhorst mit dem Namen „Slam-A-Rang“.

Neun Delmenhorster treffen sich seit März dieses Jahres regelmäßig und arbeiten an einem Ziel. Sie wollen einen Verein gründen. Warum? „Als Verein ist es uns besser möglich, Projekte umzusetzen“, sagt Joshka Kuty. Er ist schon seit Jahren in kulturellen Projekten in Delmenhorst tätig, vor allem rund um das Haus Coburg und die Städtische Galerie Delmenhorst. Aber auch schon eigene Projekte stellte er auf die Beine. Viele Ideen schwirren ihm im Kopf herum, was alles machbar wäre, um den Delmenhorstern kulturell mehr zu bieten: „Lesungen, Festivals, Workshops für zum Beispiel kreatives Schreiben“, nennt er nur einige.

Spenden bekommen

Und warum geht das nicht jetzt schon in vollem Umfang? „Es kommen immer wieder Menschen nach einem Event auf mich zu und fragen mich: ,Wie kann ich dich unterstützten?’ Gar nicht, muss ich dann immer antworten.“ Als Privatperson darf Kuty keine Spenden annehmen, zumindest nicht offiziell, als Verein jedoch schon.

Als gemeinnütziger Verein könnten er und sein Team auch an Fördergelder für kulturelle Projekte gelangen. Dritter Vorteil eines Vereines ist für Kuty, dass er nicht mehr alles alleine machen muss.

Gleichgesinnte

Denn jetzt hat er ein Team um sich. Ein Verein muss mindesten aus sieben Mitgliedern bestehen. Das weiß unter anderem Team-Mitglied Verena Meier. Sie ist Steuerfachangestellte, was gerade bei der Gründung dem Team zugute kommt, denn vor bürokratischem Aufwand schreckt sie nicht zurück. Und wo stehen sie gerade in ihrem Vorhaben? „Die Satzung haben wir soweit fertig. Nun geht das Ganze zu unserem Notar und zum Finanzamt. Die prüfen, ob wir ein gemeinnütziger Verein werden können“, sagt Meier.

Neben Meier bringen auch alle anderen Gründungsmitglieder ihre Fähigkeiten ins Team mit ein: Giulia Schierloh zum Beispiel ist Schilder- und Lichtreklamemeisterin und leitet das Werbewerk Schierloh in der Innenstadt. Hier ist das Headquarter der Gruppe, hier bedrucken sie jetzt schon T-Shirts und Stoffbeutel mit ihrem Logo. Tom Naumann ist wiederum technikaffin, durch seine Mitgliedschaft in einer Band weiß er alles über Soundinstallationen auf Events. Thomas Leuckert ist als Hobbyfotograf für „Slam-A-Rang“ im Einsatz.

In den sozialen Medien probiert die Gruppe momentan vieles aus, um ihren Stil zu finden. Kleine Trailer, also Werbevideos, für Veranstaltungen, haben sie schon selbst konzipiert. Der Name der Gruppe ist übrigens angelehnt an das Lied „Bangarang“ von dem DJ Skrillex, erklärt Kuty. Die Gruppe spricht den Namen englisch aus, also „Slämaräng“.

Das erste große Event, bei dem sie sich als Verein gerne auch offiziell vorstellen wollen, ist schon geplant. Am 14. September veranstalten sie einen „Schatten-Slam.“ Die Slamer, also die Poeten, werden hinter einer Leinwand ihren Vortrag halten, so dass nur noch ihre Schatten zu sehen und ihre Stimmen zu hören sein werden. „Erst wollten wir den Raum ganz verdunkelt, aber das ist mit zu vielen Sicherheitsvorschriften verbunden“, sagt Kuty. Für den Schatten-Slam konnten sie einen echten Star aus der Poetry-Szene gewinnen:  Patrick Salmon wird auftreten. Die Veranstaltung wird im Slattery’s Irish Pub in Delmenhorst stattfinden. Karten gibt es für sieben Euro.

Die Sache mit dem Preis

Sieben Euro – viel oder nicht viel für eine kulturelle Veranstaltung? „Unser Ziel ist es, keinen Eintritt verlangen zu müssen, Kultur jedem zugänglich machen zu können“, sagt Kuty. Auf der anderen Seite haben alle Mitglieder auch schon die Erfahrung gemacht, dass bei Events, die etwas kosten, die Menschen die Veranstaltung mehr schätzen. „Gerade hier in Delmenhorst hat man sonst oft das Gefühl: Was nichts kostet, ist nichts wert“, weiß Leuckert. Wie sie das in Zukunft mit dem Eintritt machen werden, ist noch nicht ganz klar für die Mitglieder. Denkbar wäre für sie, einen niedrigen Eintrittspreis zu verlangen und diesen an soziale Einrichtungen zu spenden. Denn als gemeinnütziger Verein sind sie nicht darauf aus, Gewinn zu machen.

Wer will slamen?

Wer Lust hat, die Gruppe zu unterstützen, kann sich bei Kuty (Telefon   01626462987) melden oder den Verein auf facebook anschreiben. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Slamern“, sagt Kuty. Slamer, das sind Menschen, die gerne kreativ schreiben und ihre Texte einem Publikum vorstellen.

 Der Schatten-Slam ist am Samstag, 14. September, ab 19 Uhr im Slattery’s Irish Pub, Stedinger Straße 40, in Delmenhorst. Karten gibt es im Vorverkauf im Slattery’s, beim Tattoostudio Hautnah, Bahnhofsstraße 31, und im Werbewerk Schierloh, Lange Straße 42, für sieben Euro. An der Abendkasse kostet der Eintritt neun Euro.

Freya Adameck Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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