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NWZonline.de Region Delmenhorst

Das sind die Dinge, die nie vergessen werden dürfen

13.03.2018

Delmenhorst Wassereimer, Drahtbürsten und ganz viel freiwilliges Engagement – das waren die Zutaten für einen Einsatz in der Kriegsgräberfürsorge, den im April 2017 zehn Soldaten aus Delmenhorst in Frankreich geleistet hatten. Für ihre Bereitwilligkeit dankte ihnen am Montag der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz gemeinsam mit Oberstleutnant Harald Mauritz. Die Geehrten – dazu gehörte der Obermaat Sascha Scheewe, Stabsunteroffizier Leon de Kayser, Oberstabsgefreiter Achim Ebers, Oberstabsgefreiter Arp-André Koopmann, Oberstabsgefreiter Roger Schuster, Oberstabsgefreiter Simon Selk, Hauptgefreite Lena Bervar, Hauptgefreite Kim-Allegra Gebhart, Hauptgefreiter Simon Heise und Obergefreite Zoé-Vilana Wilke – erhielten Urkunden und Buchpräsente.

Harte körperliche Arbeit

Unter der Leitung von Obermaat Sascha Scheewe ging es für die Soldaten für insgesamt zehn Tage in die Stadt Noyers-Pont-Maugis, nahe der Stadt Sedan in den französischen Ardennen. Die Hauptarbeit der Soldaten bestand darin, die Grabsteine der gefallenen Soldaten auf der Kriegsgräberstätte zu säubern und die Inschriften wieder lesbar zu machen. „Das war teilweise schon sehr harte Arbeit. Den ganzen Tag auf den Knien, es hat teilweise stark gewindet, es war kalt. Aber es hat sich gelohnt“, berichtete Scheewe von seinen Erfahrungen.

Es gilt die höchste Terrorwarnstufe

Während ihrer Tätigkeit trugen die Soldaten spezielle Arbeitskleidung: „Vor Ort herrscht noch die höchste Terrorwarnstufe. Uniformierung war nicht erlaubt“, erklärte Rainer Grygiel, Oberstleutnant außer Dienst und Beauftragter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge für die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr.

Nach Dienst besuchten die Soldaten noch weitere Kriegsgräberstätten, darunter auch die im Nordosten Frankreichs gelegene Stätte in Verdun. „Es war schockierend und bedrückend“, sagte Scheewe. Innerhalb der Gruppe habe man überlegt, erneut privat nach Frankreich zu reisen, um dort weitere Denkmäler zu besichtigen und die Erfahrungen noch zu vertiefen.

Win-win-Situation

„Das war eine Win-win-Situation. Die Soldaten haben wichtige Erfahrungen gemacht. Und außerdem sind nun rund 1000 Grabsteine wieder schön sauber und lesbar“, lobte auch der Bildungsreferent des Volksbundes, Marco Wingert. „Diese Stätten sind Gedenk-, Erinnerungs- und Lernorte. Sie können uns viel erzählen“, fügte er hinzu. Auch Axel Jahnz betonte die Relevanz: „Es gibt Dinge, die einfach niemals vergessen werden dürfen. An solchen Orten können wir uns bewusst machen, wofür wir leben – das ist der Frieden.“

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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