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NWZonline.de Region Delmenhorst

Entlassung von Chefärztin sorgt für Nachwehen

03.01.2019

Delmenhorst Das Ausscheiden von Katharina Lüdemann, der bisherigen Chefärztin an der Frauenklinik des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD), schlägt hohe Wellen. In einer gemeinsamen Erklärung zur Situation in der Frauenklinik hatten sich am Wochenende die Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, der Hebammenlandesverband, das Bremer Bündnis natürliche Geburt, der Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Bremen-Nord und der Chefarzt der Frauenklinik St. Joseph-Stift, Doktor Thorsten Frambach, mit deutlichen Worten gegen die Entlassung von Dr. Katharina Lüdemann ausgesprochen.Nun meldet sich die Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler/Unger des Delmenhorster Stadtrats zu Wort.

Sie wollten sich als Stadtpolitiker eigentlich nicht in die Leitung des kommunalen Krankenhauses einmischen, heißt es in einer Pressemittelung der Fraktion: „Wenn es allerdings um eine erneute Schieflage geht und die hohen Bürgschaften der Stadt drohen fällig zu werden, sehen wir es als unsere Pflicht an, Stellung zu nehmen.“

Infolge von Berichten aus der Belegschaft des Krankenhauses, hätten die Mitglieder der Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler/Unger den Geschäftsführer des JHD nach Veränderungen in der medizinischen Versorgung gefragt: „Seine Antwort enthielt keinerlei Hinweis auf die Kündigung der Chefgynäkologin.“

Auch die Aufsichtsratsmitglieder des JHD, Beigeordnete Bettina Oestermann und Oberbürgermeister Axel Jahnz (beide SPD), hätten den Stadtrat darüber uninformiert gehalten.

„Unsere Fraktion nimmt nun zur Kenntnis, dass Frau Dr. Lüdemann, die in kurzer Zeit den Ruf der Frauenklinik stark verbesserte, die weit über die Grenzen unserer Stadt anerkannt wird und als äußerst kompetent gilt, aus dem Klinikum geschoben wurde“, heißt es in der Pressemitteilung. Der Geschäftsführer des JHD habe sich stattdessen für für einen neuen Chefarzt entschieden, dessen Spezialgebiet gynäkologische Operationen seien. „Das heißt, es wird im Stadtkrankenhaus Delmenhorst künftig mehr Kaiserschnitte geben, denn die bringen mehr Geld.“ Die Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler/Unger frage sich, wo der Unterschied zu einer privaten Klinik liege.

Und weiter: Dem Rat seien in der Haushaltsdiskussion zur Rekommunalisierung des Krankenhauses Privatkliniken als Meisterstück des Teufels vorgestellt worden. Mit der Entscheidung des Geschäftsführers, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, einen operativen Gynäkologen als Chefarzt in der Frauenklinik einzustellen, unterscheide sich das Stadtkrankenhaus jedoch kaum von einer Privatklinik.

Einen Unterschied gebe es aber doch: „Die Stadt trägt das volle finanzielle Risiko.“ Die Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler/Unger befürchtet nun, dass bald weitere Millionen Euro ins kommunale Krankenhaus fließen müssen und fordert die SPD mit Aufsichtsratsmitglied Bettina Oestermann und Aufsichtsratsvorsitzendem und Gesellschafter Axel Jahnz auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. „Wenn die beiden wirklich ein kommunales Krankenhaus wünschen, dann können sie es jetzt unter Beweis stellen.“ Andernfalls bliebe das Stadtkrankenhaus nur dem Namen nach kommunal – und die Stadt zahle.

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