Delmenhorst - „Vorhang auf“ heißt es 23. September beim Niederdeutschen Theater Delmenhorst. Das Datum markiert den Beginn der neuen Spielzeit, die in dieser Saison eine ganz besondere sein soll.

„Wir feiern in diesem Jahr unseren 90. Geburtstag“, berichtet Niklas Müller, Pressesprecher des Theaterensembles aus Delmenhorst. Den Beginn der Spielzeit markiert die Premiere des Stückes „De Falkenborg“, das von der Jugendgruppe „Jungs un Deerns“ präsentiert wird. Es ist bereits das achte Werk aus der Feder von Martina Brünjes. 25 Personen im Alter von elf bis 24 Jahren wirken dabei mit.

In dem Stück geht es um eine Jugendgruppe, die es auf eine Insel verschlägt, auf der sie eine mysteriöse Burg vorfinden. Die Gruppe muss das größte Abenteuer ihres Lebens bestehen und Entscheidungen treffen, vor die man nicht gestellt werden will.

„Wir proben drei Mal in der Woche“, beschreibt Niklas Müller die Vorbereitungen, die zur Zeit laufen. Der 24-jährige Student spielt in dem Stück auch eine Rolle. Bereits seit fünf Jahren steht er für das Niederdeutsche Theater auf der Bühne.

Woher Müllers Begeisterung für die Schauspielerei kommt, kann er selbst nicht so genau sagen. „Schon meine Großeltern haben für die Niederdeutsche Bühne gespielt. Ich habe mit der Schauspielerei in meiner Schulzeit angefangen und habe einfach Spaß daran“, erklärt er.

An der niederdeutschen Bühne reize ihn vor allem die lockere Atmosphäre. „Unsere Stücke sind in erster Linie unterhaltsam. Inszenierungen von professionellen Theatern wirken oft sehr abgehoben. Wir unterhalten unser Publikum, ohne die große Moralkeule auszupacken.“

Der Schauspieler freut sich schon auf die Premiere des Stückes, das insgesamt drei Mal aufgeführt wird. Danach geht es für ihn nahtlos mit den Proben für das nächste Stück „Sluderkraam in’t Treppenhuus“ weiter, das am Samstag, 14. Oktober, Premiere hat.

In der Komödie von Jens Exler geht es um Meta Bold, die über das Treppenhaus eines Mehrparteienwohnhauses „wacht“ und immer nur das Beste für alle Nachbarn will – nichts entgeht ihren neugierigen Blicken, was innerhalb der Nachbarschaft für jede Menge Missverständnisse, Verwechslungen und Streitereien sorgt.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg