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NWZonline.de Region Delmenhorst

Frühlingsgefühle in Bildern

09.04.2019

Delmenhorst Die Tische des Café Kö sind voll besetzt, in einem Nebenraum spielen Kinder. Und überall an den Wänden hängen farbenfrohe Bilder, die Lust auf warme Tage machen.

Diese Bilder sind Werke der Teilnehmerinnen des Internationalen Frauenkulturcafés (IFKC). An jedem Freitag treffen sie sich im Café Kö, bis zu 30 geflüchtete Frauen und Ehrenamtliche. Mit einer kleinen Feier wurde die Ausstellung nun eröffnet.

Die Bilder sind an vier Vormittagen im Oktober entstanden. Geleitet wurde das Projekt von der Künstlerin Flora Deyle-Fersch aus der Wesermarsch.

Café Kö ist für alle geöffnet

Das Café Kö gehört zum Deutschen Roten Kreuz (DRK) Delmenhorst. Es liegt an der Königsberger Straße 75 im Stadtteil Düsternort.

Geöffnet ist das Café montags bis freitags von 11.30 bis 14 Uhr. Dort gibt es Frühstück, einen Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen. Das Café Kö kann außerdem für Feste gebucht werden.

Freitags von 9 bis 11 Uhr findet das Internationale Frauenkulturcafé statt.

Die Frauen hatten die Vorgabe, ausschließlich mit warmen oder ausschließlich mit kalten Farben zu arbeiten. Wer sich die Bilder im Café Kö anschaut stellt schnell fest: Von kalten Farben wollten die meisten Künstlerinnen nichts wissen. „Das sind Bilder, die Frühling und Liebe ausdrücken“, sagte Heinz-Gerd Lenssen, der Vorsitzende des DRK-Kreisverbands Delmenhorst, bei der Eröffnung.

Eine der Malerinnen ist Nisha Arona aus Afghanistan. Sie ist 2015 nach Delmenhorst gekommen. Malen gehörte schon immer zu ihren Hobbys. Das gilt auch für Hanaa Yusuf aus Syrien, die ebenfalls 2015 nach Deutschland geflohen ist. Seit einiger Zeit macht sie eine Ausbildung und kann daher nicht mehr zu den Treffen kommen. Die Malaktion hat sie jedoch noch mitgemacht. „Das macht Spaß. Ich male sonst auch gern.“

Dass so bunte, fröhliche Bilder entstehen, damit hat Ute Meyerdierks nicht gerechnet. Sie ist eine der Ehrenamtlichen, die neben Zinab Seto und Fatima Özoğğğğguz bei den Treffen dabei sind. „Beim Kursanfang habe ich gedacht, dass viele dunkle Bilder entstehen“, erzählte sie. Denn viele der Frauen hätten eine lange, schwere Reise hinter sich. „Aber die fröhlichen Bilder haben mich fast erschlagen.“ Die Werke seien schön und hell – so, wie das Leben der Frauen in Zukunft sein soll.

In ihrer Ansprache erzählte sie von den Anfängen des IFKC. Bei den ersten Treffen seien nur ein paar Frauen da gewesen, über drei Monate war sie freitags alleine. „Dann kamen Ilda und Zinab.“ Ilda Grüttner leitet das Kulturcafé. Die beiden hätten Flugblätter verteilt, und danach seien immer mehr Frauen gekommen.

„Wir frühstücken gemeinsam, und manchmal machen wir Ausflüge in die Stadt, zum Beispiel ins Museum oder in die Stadtbücherei. Aber hauptsächlich sind wir hier, um miteinander zu reden und uns kennenzulernen“, beschrieb Meyerdierks. Sie lernen Deutsch und erfahren mehr über das Leben in Deutschland. Die Frauen lesen Zeitungen, Bücher, erfahren etwas über Geschichte oder Politik. Und einmal im Monat wird laute Musik aufgedreht: „Da tanzen wir.“

Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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