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NWZonline.de Region Delmenhorst

Auf den Spuren der letzten Gräfin von Delmenhorst

14.11.2018

Delmenhorst Auf die Spuren der letzten Gräfin von Delmenhorst und Oldenburg haben sich zwei Schülerinnen und eine Historikerin begeben. Um Sibylla Elisabeth (1576-1630) ranken sich viele Mythen. Sie hatte elf Kinder und übernahm nach dem Tod ihres Mannes Anton II. im Jahr 1619 zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Regierungsverantwortung in Delmenhorst. Sehr viel mehr ist über diese sagenumwobene Gestalt der Frühen Neuzeit allerdings nicht bekannt.

„Die größte Frage lautet: Warum gibt es kein Bild von Sibylla Elisabeth. Das hat mich vor ein großes Rätsel gestellt“, sagt Herta Hoffmann. Die Historikerin und stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins arbeitet gerade an der Universität Oldenburg an ihrer Dissertation mit dem Titel „Handlungsspielräume einer adligen Frau in der Frühen Neuzeit“, welche die Gräfin zum Thema hat. „Seit zehn Jahren bin ich hinter der Dame her“, berichtet Hoffmann, die schon zu ihrer eigenen Schulzeit von Sibylla Elisabeth fasziniert war.

Historische Lücke schließen

Um die historische Lücke zu schließen, die das fehlende Bild bisher hinterlässt, hat Hoffmann Julia Kronhardt und Dana Büttgenbach aus dem Leistungskurs Kunst des Max-Planck-Gymnasiums beauftragt, sich mit Sibylla Elisabeth auseinanderzusetzen und sie zu porträtieren. Empfohlen wurden die jungen Künstlerinnen von ihrer Lehrerin Kathryn Michalzik.

Also machten sich die beiden 18-jährigen Schülerinnen ans Werk. „Als Vorlage hatten wir nur Bilder von Tochter und Sohn sowie ein Gruppengemälde, auf dem die Gräfin vermutet wird“, erklärt Kronhardt die aufwendige Recherche. Um sich den Stil anzueignen, hätten sich die Beiden Gemälde aus der Renaissance angesehen. Dabei wählten die Zwölftklässlerinnen verschiedene Techniken. Kronhardt fertigte eine Bleistiftzeichnung an, während Büttgenbach zum Pinsel griff und ein Aquarell malte. „Jede hat das gewählt, was sie am meisten anspricht“, erklärt sie.

Nase als prägend empfunden

Als prägend wurde die Nase der Gräfin empfunden – auch die lange, spitze Gesichtsform und die hohe Stirn kommen auf den Bildern zur Geltung. Gekleidet ist Sibylla Elisabeth in ein klassisches Barockkleid. „Um die entscheidenden Merkmale zum Ausdruck zu bringen, hat es mehrere Versuche gebraucht“, sagt Kronhardt. Am Ende haben sie und ihre Mitschülerin ein Stück Delmenhorster Geschichte beleuchten können. Die Bilder sollen in Zukunft ausgestellt werden.

Arne Jürgens Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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