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NWZonline.de Region Delmenhorst

Bahnhof wieder Brennpunkt

19.03.2019

Delmenhorst /Landkreis „Turbulent, aber erfolgreich“ – so beschreibt Saskia Kamp das Jahr 2018 des Diakonischen Werks Delmenhorst/Oldenburg-Land. Sie hat zum 1. April des vergangenen Jahres die Geschäftsführung übernommen.

Turbulent sei es gewesen, weil sich einige Rahmenbedingungen geändert hätten. Einige Fördermittel seien nicht wie geplant geflossen und die Stadt habe an einigen Stellen sparen müssen – und die Diakonie dadurch auch. „Aber wir haben alles gut hinbekommen“, so Kamp, vor allem aufgrund des Engagements der 52 Mitarbeiter.

Die Fördermittel der Diakonie kommen aus unterschiedlichen Töpfen: EU, Bund, Land oder auch Kommunen. So werden etwa zweieinhalb Stellen der Migrationssozialberatung im Landkreis vom Bund finanziert, die anderen fünfeinhalb Stellen aus Mitteln des Landkreises.

Wie bei der Migrationssozialberatung in Delmenhorst verschiebe sich hier immer mehr der Fokus: Nicht nur Flüchtlinge, sondern auch EU-Bürger oder Kinder und Enkel von Migranten werden dort unterstützt.

Die Mitarbeiter schauen dabei stets, wie sich Bedarfe entwickeln. So sei festgestellt worden, dass die Gemeinwesenarbeit in Hasport ausgebaut werden könnte: Seit 2018 gibt es dort ein Nachbarschaftsbüro. Die dortigen Angebote werden „nicht von oben“ diktiert, betont Kamp. Der Verein frage nach, was die Menschen vor Ort interessiere. So gebe es in Hasport nun ein Rollatortraining. „Das ist aus der Mitte der Bevölkerung entstanden.“

Im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit habe sich der Fokus der Streetworker verschoben. Diese suchen Jugendliche an Brennpunkten auf. Nachdem sie einige Jahre eher in den Stadtteilen unterwegs waren, habe es „eine Bewegung Richtung Innenstadt“ gegeben, besonders zum Bahnhof, zur Graft und zum Marktplatz.

In Delmenhorst gebe es viele Menschen, die ehrenamtlich tätig sein wollen. Unter dem Dach der Diakonie engagieren sich rund 150 Menschen ehrenamtlich. „Wir bieten offene Ohren und kümmern uns um die Rahmenbedingung“, erklärt Mitarbeiterin Anette Melerski. Unter den Ehrenamtlichen seien immer mehr Migranten. Viele von ihnen hätten Hilfsbereitschaft erlebt und wollen selbst aktiv werden. Dadurch kämen Menschen aus verschieden Kulturen zusammen und können voneinander lernen. „Fremdes wird so bekannt“, sagt Kamp.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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