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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Wir müssen uns mehr auf Inhalte konzentrieren“

10.10.2017

Delmenhorst Für Jürgen Kühl aus Delmenhorst war die AfD was ihr Name wörtlich verspricht – eine „Alternative“ zu den etablierten Parteien. „Als 2011 die ersten Flüchtlinge in Griechenland und Lampedusa landeten, war das das erste Zeichen für die große Welle der Menschen, die folgen sollten“, sagt der 53-Jährige. „Schon da hätte man sich überlegen müssen, wie man eine künftige Zuwanderung per Gesetz gestalten kann. Das ist aber nicht passiert“, bedauert der Konstrukteur im Maschinenbau.Stattdessen habe Angela Merkel sich über über Regeln und Gesetze hinweggesetzt. „Das war der Punkt, wo ich für mich entschieden habe, dass ich aktiv werden muss“, erinnert sich Kühl, der sich genau überlegt hat, welcher Partei er sich anschließen wollte.Da er als Konservativer bei den etablierten Parteien keine gemeinsame Schnittmenge finden konnte, die groß genug für ihn war, entschied er sich, auch wenn es für ihn schwierig war, wie er sagt, für die AfD. „Wir müssen uns weniger auf Parteien und mehr auf Inhalte konzentrieren“, berichtet der Vorsitzende der Delmenhorster AfD weiter.Privat treibt der ehemalige Zeitsoldat viel Sport. Egal ob Hantelbank, Laufen oder Schwimmen – „ich war schon immer ein bewegungsfreudiger Typ“, sagt Kühl. Zum Leben des bekennenden Buddhisten gehört aber auch die Entspannung bei Meditation und Yoga.

Meine drei Ziele für Delmenhorst

Gesundheit: Delmenhorst braucht eine funktionierende Krankenversorgung. Dabei ist wichtig, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Eine Reduzierung von Personal, um Kosten zu senken, kann immer nur eine kurzfristige Lösung sein. Wir müssen unseren Fokus bei der Gesundheitsversorgung über die Grenzen von Delmenhorst ausdehnen und unser Krankenhaus auch für die Bürger in den umliegenden Gemeinden wie Ganderkesee oder Hude attraktiv machen.

Infrastruktur: Infrastrukturmaßnahmen müssen mit Weitblick angegangen werden. Es reicht nicht, den Blick nur auf grüne Wiesen zu richten, die bebaut werden können. Wichtig ist auch, bestehende Räume zu sanieren. Einen Wohnkomplex wie den Wollepark so runterzuwirtschaften, wie es der Fall ist, darf nicht passieren. Das gute Leben in der Stadt muss erhalten und verbessert werden.

Naturschutz: Der Naturschutz geht Hand in Hand mit dem Thema Infrastruktur. Wo gebaut werden soll, muss in der Regel die Natur weichen. Die natürlichen Räume sollten, wenn möglich, erhalten bleiben.

Hier hat meine Partei unrecht

Die AfD sollte sich einer breiteren Wählerschaft öffnen. Momentan sprechen wir noch zu wenige Bürger an. Wichtig dabei ist zu erkennen, dass es den „deutschen“ Bürger, wie man ihn sich vorstellt, so nicht mehr gibt.

Die kulturelle Vermischung, die wir heute haben, lässt sich nicht mehr verhindern. Das sollte insbesondere in Delmenhorst klar geworden sein, zumal die Stadt bereits im 13. Jahrhundert Migranten aufgenommen hat.

So werbe ich um Stimmen

Ich bleibe immer authentisch, verstelle mich also nicht, wenn ich mit Bürgern spreche oder meiner Funktion als Ratsherr nachgehe.

Im Wahlkampf bin ich zum Beispiel mit dem Infostand unterwegs, suche das Gespräch mit Bürgern und habe Wahlplakate aufgehängt.

Dafür sollte das Land kein Geld mehr ausgeben

Ich denke, dass es im Land an allen Ecken und Enden hapert. Deshalb sollte mehr Geld ausgegeben werden. Das gilt besonders für Bildung und Kultur. Es sollte aber auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die oberste Priorität bei Ausgaben immer auf die Menschen gelegt wird, die hier leben. Ein bewusster Einsatz von finanziellen Mitteln in Bezug auf Flüchtlinge wäre deshalb angebracht.

Mein Traumjob in der Landesregierung

Wenn ich in die Landesregierung gewählt werde, wäre ich gerne in den Bereichen Bauen und Planen tätig, insbesondere im Wohnungsbau. Auch das Thema Verkehr interessiert mich sehr. Außerdem würde ich mich auch für den Naturschutz stark machen wollen, um den beiden großen Themenkomplexen Umwelt und Bau, gleichermaßen gerecht werden zu können.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
Rufen Sie mich an:
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