DELMENHORST - Alle 28 Linienbusse, die im Auftrag der Delbus durch Delmenhorst fahren, sind behindertengerecht. Und dennoch, so haben Hermann Röben, Vorsitzender des Seniorenbeirats, und Heinz Fangmann von der Delbus festgestellt, haben Ältere oder Behinderte oftmals Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen mit ihren Gehhilfen. Das soll sich jetzt ändern.

Delbus, Seniorenbeirat und der städtische Behindertenbeauftragte Ulrich Gödel laden zu einem „Trainingstag“ am Mittwoch, 9. Dezember, von 11 bis 14 Uhr ein. Dann besteht an der Bus-Haltestelle „Markt“ die Möglichkeit, mit Gehilfen wie Rollatoren, Rollstuhl oder Elektro-Scooter das Ein- und Aussteigen zu üben.

Gerade die frei verkäuflichen Scooter seien oftmals schwieriger zu handhaben als Rollstühle, hat Gödel festgestellt. „Ihre Benutzer kriegen die Kurve nicht, werden dann leicht nervös und ecken mit ihrem Fahrzeug überall an“, weiß auch Heinz Fangmann. Er macht auf ein Problem aufmerksam, das sich dann für die Busfahrer ergibt: die Zeit. Denn der Fahrplan soll eingehalten werden.

Die Delbus habe in der Vergangenheit alle Anregungen für ein besseres Miteinander der Fahrgäste stets gut umgesetzt, lobt Bernd Neumann vom Behindertenbeirat. Er ist selbst Rollstuhlfahrer und hat mit der Zeit die Entwicklung und Ausgestaltung der Busse miterlebt. Die neueste Bus-Generation bietet 31 statt der vorher 35 Sitzplätze pro Bus. Dafür 63 statt früher 57 Stellplätze. Gewonnener Platz, der den Rollstuhlfahrern und Busgästen mit Kinderwagen zugute kommt.