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NWZonline.de Region Delmenhorst

Feldtagebuch: Weihnachten in der afghanischen Wüste

28.12.2017

Delmenhorst /Masar-I Scharif Kevin M. ist Hauptfeldwebel der Bundeswehr. Der 29-Jährige kommt aus dem Kreis Verden, ist verheiratet und hat eine fünfjährige Tochter. Seit Anfang November ist Kevin gemeinsam mit seinen Kameraden im Einsatzland Afghanistan – genauer gesagt in Masar-i Scharif. Einige Monate wird er in Nordafghanistan verbringen. Weihnachten ist da keine Ausnahme.

Der Hauptfeldwebel ist dort als Transportzugführer eingesetzt. Seine Stammeinheit in Deutschland ist die 5. Kompanie des Logistikbataillons 161 in Delmenhorst. Der Transportzug hat vor Ort die Aufgabe, Material und Personal im Feldlager und in der Umgebung von Masar-i Scharif von Ort zu Ort zu bringen. Während der Transporte sind sie auch für die Sicherung zuständig. Die Soldatinnen und Soldaten schaffen dadurch die Voraussetzungen für die Berater der Nato-Mission „Resolute Support“ (RS). Es ist die Folgemission der „International Security Assistance Force“ (ISAF), die der Ausbildung, Beratung sowie Unterstützung der afghanischen Sicherheitskräfte dient. Ziel der Nato-Mission ist es, die Sicherheit in Nordafghanistan zu erhöhen.

Das Camp Marmal in Masar-i Scharif ist die Basis des internationalen Kontingents und des durch den deutschen Brigadegeneral Wolf-Jürgen Stahl geführten „Train Advise and Assist Command North“ (TAAC). Dieses Ausbildungs-, Berater- und Unterstützungskommando setzt sich unter der Führung Deutschlands aus insgesamt 21 Nationen zusammen.

Für die NWZ berichtet Kevin M. von seinen Erfahrungen in Masar-i Scharif:

Insbesondere durch die Fahrten außerhalb des Feldlagers gewinnt man viele Eindrücke aus Afghanistan. Man sieht viel Armut, aber auch vereinzelt Wohlstand, schwierige Lebensverhältnisse und eine sehr hohe Luftverschmutzung gerade in der Stadt.     Alle Soldaten sind sich der Bedrohungslage stets bewusst. Dementsprechend gibt es eine gewisse Grundspannung während unserer Fahrten außerhalb des Lagers.     Wir vermissen im Wesentlichen unsere Angehörigen und die gewohnte Umgebung zu Hause in Deutschland.     Im Einsatz gefällt mir und meinen Soldaten insbesondere die enge Kameradschaft sowie die übergreifende und unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Angehörigen anderer Einheiten, aber vor allem mit Kameradinnen und Kameraden anderer Nationen. Im Camp Marmal in Masar-i Scharif kommen über 20 Nationen zusammen.     Die Weihnachtszeit wir hier, auch wie in Deutschland, mit vielen Dekorationen genossen. Überall stehen Weihnachtsbäume und viele Kameraden haben ihre Arbeitsplätze weihnachtlich geschmückt. Jeden Sonntag wurde hier im Camp ein kleiner Weihnachtsmarkt veranstaltet. Organisiert wurde er immer von anderen Nationen. Hier konnten wir Glühwein trinken und andere weihnachtliche Spezialitäten der jeweiligen Nation bekommen. Da alle Soldaten im Lager immer in Einsatzbereitschaft sind, war der Genuss von Glühwein und Bier streng limitiert. Am Tag durften wir zwei kleine Flaschen Bier oder eine Tasse Glühwein trinken.     Im Feldlager fühlen wir uns insgesamt sehr wohl und sicher.
Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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