DELMENHORST/MAZAR - E SHARIF - Die Hälfte ist geschafft: Für viele Soldaten des Logistikunterstützungsbataillons Mazar-e Sharif in Afghanistan ist in diesen ersten Maitagen nach zwei Monaten Einsatz „Halbzeit“. Die Pressestelle vor Ort zog ein erstes Resümee der Operation und steckte die Ziele für die zweite Hälfte ab.

Logistikunterstützungsbataillon Mazar-e Sharif: der Name ist fast so lang wie die Liste der entsendenden Truppenteile in Deutschland. Viele Soldaten kommen aus Delmenhorst, andere aus den Standorten Husum, Boostedt, Burg, Breitenburg, Speyer und Renzburg. Im Mittelpunkt ihrer Aufgaben standen die fortlaufende logistische Versorgung aller deutschen Kräfte in Afghanistan, die Vorbereitung der termingerechten Verlegung der Tornados nach Mazar-e Sharif, die logistische Unterstützung befreundeter Nationen und der Aufbau eines Feldlagers.

In den beiden Monaten wurden etwa 1,5 Millionen Liter Diesel sowie 1400 Tonnen Material umgeschlagen, rund 1700 Reparaturaufträge an Fahrzeugen abgearbeitet, 80 Tonnen Feldpost bewegt, 15 Millionen Liter Wasser aufbereitet, 500 Kubikmeter Beton verbaut, 120 Container für Unterkünfte und Arbeitsbereiche aufgestellt und im Marketenderbereich Waren im Wert von über eine halbe Millionen Euro umgesetzt. Neben der Erfüllung dieses Kernauftrages verrichteten die Frauen und Männer unter der Führung von Oberstleutnant Jörn Jakschik eine Fülle von Sonderaufträgen, wie die vielen Unterstützungs- und Aufbauleistungen in umliegenden afghanischen Dörfern. „Der Dank und die Anerkennung aus der Bevölkerung waren dabei stets gern gesehener Lohn bei den Soldaten“, heißt es in dem Bericht.

Neben der großen Auftragsfülle hatte die Truppe während der Osterfeiertage aber auch Gelegenheit zur Besinnung. Etliche Päckchen und Briefe mit Grüßen aus der Heimat wurden geöffnet, aber auch nach Deutschland verschickt.

Die „zweite Hälfte“ des Einsatzes des 13. Deutschen Einsatzkontingents ISAF steht vor allem im Zeichen der Unterstützung und Versorgung befreundeter Nationen im Norden Afghanistans. Trotz der überwiegend ruhigen Lage im Norden des Landes mahnte der Kommandeur seine Soldatinnen und Soldaten, nicht in Routine zu verfallen und sich die ständige Gefahrenlage bewusst zu machen. Denn die Sicherheitslage sei alles andere als stabil.