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NWZonline.de Region Delmenhorst

Handwerk klagt über Fachkräftemangel und Lkw-Maut

18.09.2018

Delmenhorst Prominenter Besuch im Haus des Handwerks in Delmenhorst: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen und der CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley diskutierten mit Vertretern der Kreishandwerkerschaft über die Themen Fachkräftemangel, Wiedereinführung der Meisterpflicht in einigen Berufen, Mindestausbildungsvergütung, Lkw-Maut, wohnortnahe Beschulung für Auszubildende, Energiewende und Arbeiten im Freien bei Hitze.

Dass das Handwerk händeringend Fachkräfte suche, sei hinlänglich bekannt. Geschäftsführer Hartmut Günnemann betonte deshalb: „Wir müssen aber noch mehr in den Fokus rücken, dass unsere Mitgliedsunternehmen in der Regel volle Auftragsbücher haben und Kunden längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, weil den Unternehmen schlicht das Personal fehlt, um diese Aufträge abzuarbeiten.“

Die hohe Studierneigung bei gleichzeitig weniger Schulabgängern pro Jahrgang habe dazu geführt, dass es mittlerweile einen Wettbewerb um jeden Jugendlichen gebe. „Vor zehn Jahren haben wir noch etwa zwei Drittel der Jugendlichen in die Ausbildung bekommen, ein Drittel ging ins Studium. Das war ein sehr ausgewogenes Verhältnis, um unsere Wirtschaft insgesamt am Laufen zu halten. Diese Balance ist weg, deshalb brauchen wir an dieser Stelle eine Bildungsumkehr“, so der stellvertretende Kreishandwerksmeister Jörg Kruse.

Grotelüschen und Bley stimmten zu, dass die Abschaffung der Meisterpflicht in einigen Berufen des Handwerks revidiert werden müsse, da mittlerweile klargestellt werden konnte, dass dies volkswirtschaftlich nicht richtig sein würde. Grotelüschen wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass sie die jüngst angestoßene Diskussion begrüße, dabei aber die europarechtlichen und -politischen Bedingungen beachtet werden müssten.

Der neue stellvertretende und zukünftige Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Carsten Bleckwenn kritisierte die Pläne zur Einführung einer Mindestausbildungsvergütung. Diese Maßnahme sei ebenso unnötig wie tarifpolitisch gefährlich.

Carsten Wichmann, Obermeister der Tischler-Innung und beratendes Mitglied im Vorstand, meinte: „Die Höhe der Ausbildungsvergütungen spiegelt sowohl die Leistungsfähigkeit der ausbildenden Betriebe in den einzelnen Handwerksbranchen wider als auch die während der Ausbildung erst Schritt für Schritt steigenden Einsatzmöglichkeiten der Auszubildenden.“

Angesichts der gerade in Kraft getretenen Ausweitung der Lkw-Maut für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen auf allen Bundesstraßen warnte Bleckwenn davor, die vom Umweltbundesamt empfohlene Ausweitung auf alle Straßen sowie auf alle Lkw ab 3,5 statt 7,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewichts aufzugreifen. Hiervon wäre der regionale Ziel- und Quellverkehr des Handwerks massiv betroffen.

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