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NWZonline.de Region Delmenhorst

Mitschnitt Delmenhorst: Wie hört sich Weihnachten an?

22.12.2018

Delmenhorst Im Hintergrund säuseln Weihnachtslieder aus den Musikboxen, das Kinderkarussell dreht sich geräuschvoll, während das Gemurmel von Unterhaltungen am Glühweinstand allgegenwärtig ist. Kinder kreischen, eine Hupe ertönt, der Regen prasselt auf den Boden – doch plötzlich durchbricht ein eindringliches Donnern die weihnachtliche Geräuschkulisse: Ein Flugzeug sorgt für ganz unbesinnliche Töne.

Wer zuhört, kann viel entdecken. Das wird schnell klar, wenn man sich für einen kurzen Moment zurücknimmt und die Umgebung auf sich wirken lässt. Um diese besonderen Geräusche für die Nachwelt festzuhalten, hat das Nordwestdeutsche Museum für Industriekultur die Aktion „Mitschnitt Delmenhorst – Tonspuren einer Stadt“ ins Leben gerufen. Dabei wird im Laufe eines Jahres immaterielles Kulturgut gesammelt, bearbeitet und später bereitgestellt.

An besondere Bedürfnisse angepasst

Während die Projektleiterinnen Anne Angenendt und Maike Tönjes am Freitagnachmittag ihre „Field-Recording-Station“ – so heißt das hochsensible Aufnahmegerät – auf dem Delmenhorster Weihnachtsmarkt am Rathausplatz aufbauen, erzählen sie von der ersten Projektphase „Rec“, die in diesem Moment startet.

Die Künstler Lio und Cantufan Klose haben die Station entworfen und an die besonderen Bedürfnisse angepasst. „Wir wollen wahrgenommen werden, deshalb auch das große Aufnahmezeichen, das man schon von weitem sehen kann“, erklärt Angenendt. Dabei suche das Team nach präsenten Stellen im öffentlichen Raum, um sein Equipment dort zu platzieren – und aufzufallen.

Raumklang mit Umgebungsgeräuschen

Mit einem Vier-Kammer-Mikrofon wird der Raumklang mit sämtlichen Umgebungsgeräuschen aufgenommen. „Dadurch können wir in alle Richtungen hören – wie ein 3D-Klang“, sagt Tönjes. Dazu gehört auch das ungemütliche Regenwetter an diesem Freitag. Um die empfindliche Technik zu schützen, durften die Beiden sich mit dem Aufnahmegerät unter einen Glühweinstand zurückziehen.

Bis Ende Februar hat „Mitschnitt Delmenhorst“ ein Büro im Pop-up-Store „Hørst“ eingerichtet. Danach wird ein Ladenleerstand genutzt, von dem aus Tönjes und Angenendt sich auf „Tonjagd“ begeben und Workshops organisieren, in denen die Aufnahmen bearbeitet werden.

Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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