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NWZonline.de Region Delmenhorst

Grafttherme bis Ende Februar geschlossen

14.02.2020

Delmenhorst Wegen eines Feuers ist die Graftherme in Delmenhorst am Mittwochabend evakuiert worden. Rund 20 Badegäste und ungefähr die gleiche Anzahl an Angestellten mussten das Stadtbad verlassen. Zunächst war von mehr Menschen die Rede. Der Schaden ist immens, das Bad mit angeschlossenem Sauna- und Sportbereich muss bis mindestens Ende Februar geschlossen bleiben.

Alarmiert wurden Feuerwehr und Polizei um genau 20.43 Uhr, als die ersten Kräfte an der Grafttherme ankamen, drang bereits dichter Qualm aus dem Gebäude. „Die Mitarbeiter haben zuvor vorbildlich reagiert“, betonte Hans-Ulrich Salmen, Geschäftsführer der Stadtwerke Delmenhorst, zu denen die Grafttherme gehört, am Tag nach dem Brand. Alle Gästen seien professionell und schnell aus dem Gebäude gebracht worden. Auch deswegen gab es wohl keine Verletzten zu beklagen.

Schwelbrand als Ursache

Der Brand war in einem Schaltraum im Keller der Anlage, nahe des Kursbeckens ausgebrochen. Der Schwelbrand griff auf eine mehrere Meter lange Schaltreihe über. „Ein Fremdverschulden schließen die Experten bisher aus“, sagt Salmen.

Hans-Ulrich Salmen im Erlebnisbereich – im Hintergrund die heruntergefallenen Teile der Kuppel. Die Feuerwehr hatte das Brandschutzsystem ausgelöst, um den Bereich zu entrauchen. (Foto: Claus Hock)

Wie groß der Schaden ist, ist noch unbekannt, Salmen wagt auch keine Schätzung. Nur so viel: „Es wird teuer“. Warum das so ist, hängt mit mehreren Faktoren zusammen. Der Schaltraum ist mit Giftstoffen, darunter auch Salzsäure, kontaminiert. Eine genaue Untersuchung war noch nicht möglich. Das Ausmaß des Schwelbrandes kann Salmen noch „überhaupt nicht“ abschätzen.

Aber der Schaden beschränkt sich nicht auf den Schaltraum. Der giftige Rauch ist in verschiedene Gebäudeteile gezogen, in welche genau – das müssen die gutachten zeigen. Betroffen ist definitiv der Erlebnisbereich mit der Gastronomie. Dass die Giftstoffe über die Lüftung auch in den Saunabereich gezogen sind, kann nicht ausgeschlossen werden. „Das müssen die Untersuchungen zeigen“, so Salmen.

Weiträumig gesperrt

Der Kellerbereich sowie die offensichtlich betroffenen Bereiche der Grafttherme sind aktuell gesperrt und dürfen nur mit entsprechender Schutzbekleidung betreten werden. Aber auch im Erlebnisbereich ist der Brand riechbar – und die Folgen der Löscharbeiten sind sichtbar. Die Feuerwehr hat ein Brandschutzsystem ausgelöst. Dadurch wurden Teile der Kuppel gelöst. Die Folge: eine bessere Entrauchung, aber es regnet auch rein. „Am Freitag werden wir die Löcher provisorisch schließen“, sagt Salmen.

Danach werde man Schritt für Schritt die weiteren Arbeiten angehen. Dass die Grafttherme bis mindestens Ende Februar geschlossen bleibt, ist aber schon jetzt klar. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob und wann eine Teilöffnung einzelner Bereiche möglich ist.

Täglich besuchen rund 1100 Menschen die Grafttherme. Der wirtschaftliche Schaden wird also noch auf den Sachschaden aufgeschlagen werden müssen.

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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