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NWZonline.de Region Delmenhorst

Hier kann der Lachs seinen Laich ablegen

11.12.2018

Delmenhorst Der Fischereiverein Delmenhorst hat – in Zusammenarbeit mit dem Landesfischereiverbandes Weser-Ems – einen wichtigen Beitrag zur Wiederansiedlung des Lachses in hiesigen Fließgewässern geleistet: Auf einer Strecke von rund 350 Metern wurden nun etwa 150 Tonnen Kies in die Welse im Delmenhorster Stadtgebiet eingebracht. Der Kies dient den Lachsen, die aus dem Atlantik in die Delme und Welse ziehen, als Laichbett.

Acht Laichbetten wurden auf diese Weise in der Welse geschaffen. Ohne diese könnten Wanderfische wie Lachse, Meerforellen oder auch Neunaugen sich nicht fortpflanzen: Um ausreichend mit Sauerstoff versorgt zu werden, müssen die befruchteten Eier auf kiesigem Grund liegen. Wanderfische wie Lachse und Meerforellen waren ursprünglich in den Flüssen Nordwestniedersachsens beheimatet. Durch viele Begradigungen konnten sie sich nicht mehr fortpflanzen und verschwanden hier Mitte des 19. Jahrhunderts vollständig aus den Gewässern.

Bereits vor sieben Jahren wurden Laichbetten aus Kies in der Welse angelegt. Durch die Laichaktivität der Fische und die Strömung verlegten sich die Kiesbetten. „Bei der Begehung des Flussufers haben wir erkannt, dass die Kiesbetten nicht mehr im besten Zustand sind“, sagt Werner Husak, stellvertretender Vorsitzender des Fischereivereins Delmenhorst. Dank finanzieller Unterstützung durch die Bingo Umweltstiftung Niedersachsen, konnte der Kies rechtzeitig eingebracht werden, ehe die ersten Lachse in diesem Jahr in der Welse eintreffen – erfahrungsgemäß finden sich die Wanderfische zum Jahresende hin in Delme und Welse ein.

Die Welse gehört wie die Delme zu den Flüssen des Ochtumsystems, in denen seit den 1980er Jahren Maßnahmen getroffen werden, um den einst heimischen Atlantischen Lachs wieder anzusiedeln. „Seit 40 Jahren bemühen sich der Landesfischereiverband und seine Nachbarvereine um die Rückkehr der Lachse, Meerforellen und des Neunauges“, sagt Dr. Jens Salva, der Biologe des Landesfischereiverbandes Weser-Ems. Bis sie sich ohne menschliche Hilfestellung fortpflanzen können, werde es jedoch noch einige Zeit dauern.

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