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NWZonline.de Region Delmenhorst

Mit Fauna, Flora und Habitat hintendran

13.02.2018

Delmenhorst Bis Ende 2018 müssen in Niedersachsen alle Schutzgebiete nach der „Natura-2000-Richtlinie“ gesichert und nach Brüssel gemeldet worden sein, sonst kommen auf das Land – wie berichtet – Strafzahlungen in dreistelliger Millionenhöhe zu. Es handelt sich um sogenannte Fauna-Flora-Habitat- oder FFH-Gebiete sowie Vogelschutzgebiete, die unter die „Natura-2000-Richtlinie“ fallen. Ziel ist der länderübergreifende Schutz wild lebender heimischer Tier- und Pflanzenarten und ihrer Lebensräume. Die Einhaltung der Frist ist kaum mehr zu schaffen, denn von den 385 niedersächsischen FFH-Gebieten gelten mit 153 Gebieten weniger als die Hälfte bereits als vollflächig gesichert.

Auch in Delmenhorst gibt es Grund, sich Sorgen zu machen. Denn bei der Sicherung des auf dem Stadtgebiet liegenden Teils des FFH-Gebiets Nr. 250 „Untere Delme, Hache, Ochtum und Varreler Bäke“ „geht die Verwaltung davon aus, die Frist vom 31.12.2018 auf Grundlage des vorgegebenen Terminplans nicht einhalten zu können“, heißt es in einer Mitteilungsvorlage des Fachdienstes Stadtgrün und Naturschutz für den an diesem Dienstag tagenden Umweltausschuss (Beginn um 17 Uhr im Rathaus, großer Sitzungssaal). Und eine Strafzahlung würde das Land an die Stadt weiterreichen, das habe das Umweltministerium „unmissverständlich deutlich gemacht“.

Stadt-Pressesprecher Timo Frers verweist auf Nachfrage darauf, „dass die Zeit benötigt wird, um das formelle Verfahren mit der Beteiligung der Öffentlichkeit abwickeln zu können. Außerdem benötigt die Stadtverwaltung ausreichend Zeit, um die Einwände bearbeiten zu können.“

Einzige Möglichkeit, es doch noch zu schaffen, wäre der Verzicht auf die Beteiligung des Umweltausschusses und des Ortsrates bzw. die Anberaumung von Sondersitzungen. Und das alles nur unter der Annahme, „dass es zu keinen wesentlichen inhaltlichen Änderungen kommen wird“. Unter dem Punkt „Finanzielle Auswirkungen“ steht in der Mitteilungsvorlage eine vielsagende Formulierung: „Derzeit keine“.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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