DELMENHORST - Auch auf der Gästeliste des Neujahrsempfangs der Logistikbrigade 1 EK hat das Hochwasser der Delme Spuren hinterlassen. Sowohl Erster Stadtrat Gerd Linderkamp als auch der Chef der Feuerwehr, Manfred Hübner, fehlten. Trotzdem war die Liste der Gäste, die der Kommandeur der Brigade, Oberst Winfried Zimmer, in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne begrüßen konnte, lang. Viel Prominenz aus Bundeswehr und Zivilleben war der Einladung gefolgt, neben Oberbürgermeister Patrick de La Lanne kam auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas. Obwohl auch um die Kaserne viel Wasser zu sehen war, zeigte sich Zimmer als launiger Gastgeber – das sei zu dieser Jahreszeit wohl seiner rheinischen Herkunft geschuldet, so der Oberst, als er den katholischen Militärgeistlichen Thomas Funke als „Verbindungsoffizier Boden-Luft“ begrüßte.

Patrick de La Lanne, wusste mehrere Gründe, warum Delmenhorst der Bundeswehr dankbar sein könne. „Unsere Brigade“, so der OB, sei nicht nur der größte Arbeitgeber Delmenhorsts, gerade in der aktuellen Hochwasserlage zeige sich die hervorragende Zusammenarbeit.

Bevor sich die Gäste im weniger formellen Teil mit einer standesgemäßen Erbsensuppe aus der Feldküche stärken konnten, gab es noch etwas Wissensvermittlung: Fregattenkapitän Matthias Altmeier, Kommandeur des Transportbataillons 165 erklärte anschaulich, warum seine Truppe mehr als eine „Spedition in Grün“ sei. Besonders deutlich werde das bei Auslandseinsätzen im ehemaligen Jugoslawien oder in Afghanistan. „Nicht Kampf- sondern Logistiktruppen auf dem Marsch sind es, die besonders häufig in Gefahr geraten“, erinnerte Altmeier. Der war, wie Oberst Zimmer auch, sichtlich stolz auf die Delmenhorster Soldaten. Sechs von ihnen erfuhren eine ganz besondere Ehre: Ihnen überreichte Zimmer erstmals die neu eingeführte Brigademedaille.