Delmenhorst - An der Spitze des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst (NTD) hat es einen Wechsel gegeben. Der bisherige Vorsitzende Heinrich Caspers hat auf der Generalversammlung am Dienstag nach 13 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtet. „Ich möchte wieder mehr Zeit fürs Theaterspielen haben“, sagt der 64-Jährige, der nunmehr NTD-Ehrenvorsitzender ist. „Als Vorsitzender hat man mit der Terminplanung und der Stückeauswahl viel Arbeit.“ Zu Caspers’ Nachfolger wurde Dirk Wieting (63) gewählt. „Ich freue mich drauf“, sagt der ehemalige NTD-Pressesprecher. Neuer 2. Vorsitzender ist Heiko Petershagen.
In diesem Jahr feiert die plattdeutsche Bühne ihr 90-jähriges Bestehen. Auch aus diesem Anlass gibt es in der kommenden Spielzeit 2017/2018 statt drei vier Stücke zu sehen. Das erste Stück der Spielzeit, „De Falkenborg“, ist eine Eigenproduktion aus der Feder von Martina Brünjes, Leiterin der NTD-Nachwuchsgruppe „Jungs & Deerns“, die auch gemeinsam mit Markus Flügger die Regie führt. „Im Vordergrund stand das Spukige“, berichtet sie, „aber es ist auch ein Stück mit politischem Inhalt.“ Auf der Bühne stehen Mitglieder der Nachwuchsgruppe und junge Erwachsene. Musik und Tanz werden bei dem Stück nicht zu kurz kommen, so Brünjes. Termin der Uraufführung ist am 23. September um 20 Uhr im Kleinen Haus.
„Sluderkram in’t Treppenhuus“ ist die plattdeutsche Adaption des Ohnsorg-Theater-Klassikers „Tratsch im Treppenhaus“ von Jens Exler, der als Liveübertragung Fernsehgeschichte geschrieben hat. Der Schwank steht erstmalig bei der Bühne auf dem Spielplan. Für dieses Stück, das Anfang der 60er Jahre spielt, hat das NTD Gastregisseur Martin Kammer aus Oldenburg verpflichtet. „Was ich mag, ist die große Lust der Bühnenmitglieder, Geschichten zu erzählen, und zwar alle miteinander“, sagt Kammer, „das Publikum riecht es, wenn das nicht der Fall ist.“ Premiere ist am 14. Oktober um 20 Uhr im Kleinen Haus. Mit auf der Bühne stehen wird auch Heinrich Caspers.
Der Kartenvorverkauf für die beiden Stücke hat begonnen. Sie sind erhältlich bei der Konzert- und Theaterdirektion, Max-Planck-Straße 3,
