Delmenhorst - „Die ehemalige Nordwolle ist mit ihrer geschichtlichen Bedeutung im Hinblick auf die Industrialisierung in Europa einzigartig und in ihrer heutigen Funktion als Museum nicht nur für die Region, sondern weit darüber hinaus, erhaltenswert“, so der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Nord, Bastian Ernst, jetzt bei einem gemeinsamen Besuch mit der hiesigen Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen (CDU). Anlass war ein Austausch über die geplante Renovierung und Modernisierung des Museums und die dafür benötigten Mittel.

Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk berichtete über das Konzept „Industrie Stadt Museum“ und die Ziele, die Ausstellung dem zeitgemäßen Anspruch anzupassen, also zum Beispiel interaktiver zu gestalten und Zielgruppen wie etwa Schüler besser anzusprechen. Für die dafür benötigten finanziellen Mittel von 1,5 Millionen Euro in der ersten Baustufe seien zum Teil bereits Förderanträge gestellt und auch schon bewilligt, weitere Mittel seien aber erforderlich. Vom Bund erhofft sich das Museum mit 500.000 Euro dabei ein Drittel. „Die Nordwolle vermittelt beispielhaft Entwicklung und Wandel der eng verknüpften Industrie- und Stadtgeschichte Delmenhorsts. Ich finde das Konzept überzeugend, um zukünftig noch mehr Besucher anzusprechen“, bekräftige Grotelüschen. Die Abgeordnete ist bereits tätig geworden: Sie berichtete unter anderem über ihre Gespräche mit der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, und weitere Schritte im Sinne möglicher Unterstützung von Bundesseite.

„Um eine zeitgemäße Gestaltung umzusetzen, werden wir für die nötigen Gelder auf allen Ebenen tätig werden“ versprachen Bastian Ernst und Astrid Grotelüschen, die neben ihren aktuellen Bemühungen die Augen nach zusätzlichen Möglichkeiten offenhalten wollen: „Klar ist, dass wir dabei sind, wenn es darum geht, diesem Juwel von Museum zu noch mehr Glanz zu verhelfen.“