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NWZonline.de Region Delmenhorst

Angeklagter wollte 21-Jähriger mit Kuss „Respekt erweisen“

25.04.2019

Delmenhorst /Oldenburg Wegen sexuellen Übergriffs und Nötigung ist ein syrischer Familienvater aus Delmenhorst zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Delmenhorst hat das Oldenburger Landgericht am Mittwoch in zweiter Instanz bestätigt. Der 34-jährige Angeklagte soll am 12. Januar vorigen Jahres seine Nachbarin (21) in sein Auto gezerrt und auf einem Parkplatz unsittlich berührt und geküsst haben.

Der Angeklagte hatte das bestritten. Die 21-Jährige, mit der er gut bekannt sei, sei freiwillig in sein Auto eingestiegen. Auf dem Parkplatz habe er der jungen Frau dann lediglich einen „platonischen Kuss“ auf die Wange gegeben, um ihr Respekt zu erweisen, beteuerte der Angeklagte. Doch mit dem „Respekt erweisen“ war die 21-Jährige keineswegs einverstanden gewesen. Sie hatte sich auch sichtlich und erkennbar von dem Angeklagten weggedreht.

Außerdem habe es sich nicht um platonische Küsse gehandelt, sondern um eine sexuelle Annäherung, so die 21-Jährige. Sie bestritt auch, freiwillig in das Auto des Angeklagten eingestiegen zu sein. Die Gerichte glaubten der Frau. Nach der Tat hatte sie unter Tränen ihrem Freund von dem Vorfall erzählt. Auch das sprach für die Richter dafür, dass mehr als nur ein platonischer Wangenkuss passiert war. Die 21-Jährige hatte sich schließlich ihrer Lehrerin gegenüber offenbart. Die Lehrerin war mit der jungen Frau dann zur Polizei gegangen.

Später hatte die 21-Jährige versucht, die Anzeige wieder zurückzuziehen. Das aber nicht, weil die Anschuldigungen falsch gewesen sein könnten. Nach Überzeugung des Gerichtes hatte die 21-Jährige gedacht, dass das schmerzhafte Verfahren vorbei sein würde, wenn sie erst einmal die Anzeige zurückzieht.

Bei derartigen Vorwürfen kann man eine Anzeige jedoch nicht ungeschehen machen. Da wird dann schon von Amts wegen ermittelt. Gestern wiederholte die 21-Jährige dann auch ihre belastende Aussage. Das Gericht hielt sie auch für absolut glaubhaft.

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