• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Delmenhorst

Vergewaltigung an Ex-Freundin nicht erwiesen

19.02.2019

Delmenhorst /Oldenburg Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen den 23 Jahre alten Mann aus Delmenhorst, der laut ursprünglicher Anklage seine Ex-Freundin mit einem Gift betäubt, dann vergewaltigt und bestohlen haben soll, ist der Angeklagte am Montag nur wegen Diebstahls zu insgesamt sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Das Verfahren wegen der angeblichen Vergewaltigung wurde eingestellt. Es blieben am Ende zu viele Zweifel, als dass mit einer sicheren Überzeugung ein Schuldspruch hätte ergehen können.

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Horst Kießler unterstellte der Frau nicht, gelogen zu haben. Was vorgefallen sei, lasse sich aber nicht aufklären. Der Angeklagte selbst hatte von Anfang an von einem „einvernehmlichen Geschlechtsverkehr“ gesprochen. Er habe seiner Ex-Freundin auch nichts ins Getränk gekippt.

Zu widerlegen war das auch nicht. Die Ex-Freundin hatte nach der „Tatnacht“ von einer Vergewaltigung und von einem Diebstahl ihres Handys gesprochen.

Sie will benommen gewesen sein und tief geschlafen haben. Am anderen Morgen war sie bei der Polizei vorstellig geworden, um den Diebstahl ihres Handys anzuzeigen. Von einer Vergewaltigung war da noch keine Rede. Erst nach der Polizei war sie ins Krankenhaus gefahren und hatte dort von einer Vergewaltigung gesprochen. Objektive Beweise für eine Vergewaltigung gab es nicht. Fest stand nur, dass es zu einem Beischlaf gekommen war.

Nach der „Tatnacht“ soll sich die Frau mit dem Angeklagten in einem dunklen Park getroffen haben, um über die Zukunft zu reden. Auch dieses Treffen mit dem „Täter“ nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung an einem dunklen Ort ließ Fragen offen.

Schlussendlich blieb aber der Diebstahl des Handys. Der Angeklagte hat schon zwei Jahre lang im Gefängnis gesessen. Er wurde dann unter Führungsaufsicht gestellt – und beging neue Taten. Deswegen gab es für den Diebstahl auch keine Bewährungsstrafe mehr.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.