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NWZonline.de Region Delmenhorst

Von schweren Vorwürfen blieb kaum etwas über

24.08.2019

Delmenhorst /Oldenburg Im Prozess gegen die fünf Männer aus Delmenhorst, die sich wegen räuberischer Erpressung vor dem Oldenburger Landgericht verantworten mussten, haben sich die Vorwürfe nicht bestätigt. Die Angeklagten im Alter zwischen 20 und 29 Jahren wurden lediglich wegen Nötigung (der Hauptangeklagte zusätzlich wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz) zu Geldstrafen von bis zu 1500 Euro beziehungsweise Arbeitsauflagen verurteilt. Einer von ihnen wurde freigesprochen.

Von einer räuberischen Erpressung konnte nach der Beweisaufnahme keine Rede mehr sein. Die Angeklagten hatten einen Bekannten in ihr Auto gelockt, mit einer Waffe bedroht und geohrfeigt. Es ging um Geld. Nicht geklärt werden konnte aber, was das für Geld sein sollte. Gemutmaßt wurde, dass es sich um Drogengeld handeln könnte. Dann hätte die schwere Anklage wohl ihre Berechtigung gehabt.

Es ließ sich aber nicht ausschließen, dass es sich bei dem Geld um Schulden aus einem Darlehen gehandelt hat. Das änderte alles. Denn hinter Schulden aus einem Darlehen steht eine berechtigte Forderung. Selbstverständlich dürfen Schulden nicht eingetrieben werden, wie es die Angeklagten gemacht haben, doch wegen der berechtigten Forderung konnte von einer räuberischen Erpressung keine Rede mehr sein.

Dass der Fall nicht gänzlich aufgeklärt werden konnte, lag am Opfer. Zunächst war es einer Zeugenvernehmung ferngeblieben. Zu spät wurde bekannt, dass das Opfer zwischenzeitlich wegen verschiedener Drogendelikte zu knapp drei Jahren Haft nebst Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden war. Deswegen konnte das Opfer gar nicht zum Prozess kommen. Als der Mann dann vorgeführt wurde, verweigerte er die Aussage. Das konnte er, weil noch Drogenverfahren gegen ihn anhängig sein sollen.

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