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NWZonline.de Region Delmenhorst

Muss Drogenhändler jetzt in Zwangstherapie?

20.07.2019

Delmenhorst /Oldenburg Wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Rauschgift im großen Stil und Besitzes von Drogen muss sich seit Freitag ein 28-jähriger Delmenhorster vor dem Oldenburger Landgericht verantworten.

Der Drogenhändler ist selbst drogenabhängig und war in Delmenhorst erwischt worden, als er mit seinem Fahrzeug ein Kilogramm Marihuana und 100 Gramm Kokain transportierte.

Im Rahmen einer Hausdurchsuchung wurden weitere Drogen gefunden. Das hatte dem 28-Jährigen eine Untersuchungshaft eingebracht. Der Angeklagte ist bereits einschlägig vorbestraft. Schon einmal stand er wegen Drogendelikten vor Gericht. In einem ersten Prozess war der 28-Jährige noch glimpflich davongekommen. Das Gericht hatte ihn zu zwei Jahren Haft verurteilt und die Vollstreckung der Strafe, trotz der vielen einschlägigen Vorstrafen, noch zur Bewährung ausgesetzt.

Doch das war nicht im Sinne der Staatsanwaltschaft. Sie hatte für den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten gefordert. Gegen das Amtsgerichts-Urteil hatte die Anklagebehörde deswegen auch Berufung eingelegt. Auch der Angeklagte legte Berufung ein – warum, ist nicht ganz klar.

Die Berufungen hatten dann zur Folge, dass der Fall vor dem Oldenburger Landgericht als Berufungsinstanz neu aufgerollt werden musste. Das sollte nun Freitag geschehen. Aber so weit kam es erst gar nicht. Etwas anderes rückte in den Vordergrund. Spätestens in der zweiten Instanz muss bei derartigen Fällen nämlich geprüft werden, ob ein Angeklagter, der immer wieder unter Drogeneinfluss Straftaten begeht, nicht in die geschlossene Entziehungsanstalt eingewiesen werden muss. Dieser Prüfung muss sich nun der Angeklagte stellen. Er soll psychiatrisch begutachtet werden. Es muss geklärt werden, ob Voraussetzungen für eine Zwangstherapie vorliegen.

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