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NWZonline.de Region Delmenhorst

Urteil In Delmenhorst: Koks-Dealer muss zwei Jahre ins Gefängnis

13.11.2018

Delmenhorst /Oldenburg Der Dealer vom Delmenhorster Bahnhof muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Die 4. Große Strafkammer des Oldenburger Landgerichtes unter Vorsitz von Richterin Dr. Melanie Bitter sprach den 40-Jährigen wegen bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift schuldig. In dem Verfahren war es um die entscheidende Frage gegangen, ob die größeren Mengen Rauschgift, die bei dem Angeklagten gefunden worden waren, nur für den Eigenbedarf bestimmt waren. In diesem Fall hätte der Angeklagte nur wegen Besitzes von Rauschgift verurteilt werden können.

Oder hatte der 40-Jährige mit den Drogen auch gehandelt? Das Gericht ging letztlich von diesem Sachverhalt aus. Und ein Blick auf die Ermittlungsergebnisse ließ auch keinen anderen Schluss zu. Wie berichtet, war der Angeklagte am Delmenhorster Bahnhof festgenommen worden. In seinen Taschen hatte er 15 Konsumeinheiten Kokain, mehrere Mobiltelefone und Bargeld gehabt. In seiner Wohnung wurden weitere Drogen gefunden, versteckt in Küchenrollen und Dosen.

Außerdem stellten die Fahnder Verpackungsmaterial und Klemmtüten sicher, gängige Utensilien für das Handeltreiben mit Rauschgift. Damit stand dieser Sachverhalt fest. Aber es kam für den Angeklagten noch schlimmer. In der Nähe der Drogen hatte er Waffen (Messer) gelagert. Das erfüllte dann den Verbrechenstatbestand des bewaffneten Handeltreibens mit Rauschgift – im Regelfall mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren Gefängnis bedroht. Doch ganz so dramatisch wurde es für den Angeklagten dann aber nicht.

Das Gericht ging von einem minder schweren Fall des bewaffneten Handeltreibens mit Drogen aus. Das zog den Strafrahmen weit nach unten. Die Verteidigung war nur von einem Besitz von Drogen ausgegangen. Bei einem Besitz von Drogen haben Waffen in der Nähe des Rauschgiftes keine verschärfende Wirkung. Die Kammer aber war davon überzeugt, dass der Dealer vom Delmenhorster Bahnhof Drogen auch verkauft hatte. Dass er am Bahnhof mit 15 Konsumeinheiten Kokain stand, ließ keine andere Sichtweise zu.

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