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Politik Hartmann kehrt Delmenhorst den Rücken

Annika Richter

DELMENHORST - Die Landtagsabgeordnete Swantje Hartmann wird ihr Mandat im Delmenhorster Stadtrat niederlegen, erklärte die 38-Jährige am Freitag in einer Pressemitteilung. Sie habe den Delmenhorster Kreisverband der CDU gebeten, sie an den Kreisverband Hannover-Stadt zu überweisen. Dort wolle sie aber vorerst nicht für den Landtag kandidieren.

Durch das Ausscheiden des Landtagsabgeordneten Hans-Christian Biallas rückt Annette Schwarz zum Juni wieder in den Landtag nach. Diese hatte dort bereits von 1998 bis 2008 gesessen – bis sie an Swantje Hartmann scheiterte, die damals noch für die SPD ein Direktmandat errang, bevor sie 2009 zur CDU wechselte. Mit Schwarz’ Nachrücken wäre Delmenhorst in einem Wahlkreis mit zwei CDU-Abgeordneten vertreten.

Was Hartmann kürzlich als einen „belebenden Faktor“ bezeichnet hatte, bewog sie nun zum Rücktritt. Sie respektiere, dass Schwarz durch ihren Wiedereinzug in den Landtag den Anspruch erheben könne, den Wahlkreis für die CDU in Delmenhorst zu vertreten, schreibt sie. Zudem sei sie sich der schwierigen Situation der CDU in Delmenhorst bewusst und wolle ihren Beitrag zur Befriedung leisten.

Hartmanns Wechsel nach Hannover bedeute nicht, dass sie sich dort um ein Landtagsmandat bewerbe, betont sie. Vielmehr wolle sie in der hannoverschen CDU mitwirken, weil diese ein modernes Profil vorweisen könne. Zudem stehe die CDU in Hannover für eine starke Frauen-Repräsentanz in höheren Funktionen.

Für die CDU in Delmenhorst war Hartmanns Rücktritt eine Überraschung. „Das hat sich nicht angedeutet“, meinte Kristof Ogonovski, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes, auf Nachfrage der

NWZ

. „So kurz vor der Kommunalwahl hat damit keiner gerechnet.“ Man hätte schon geplant, wie man die Abgeordneten Hartmann und Schwarz unter einen Hut bekommt. „Wir bedauern Frau Hartmanns Entscheidung sehr“, meint Ogonovski. „Das wird die Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat beeinflussen, da es einen Nachrücker von der SPD geben wird.“ Dann hätte die CDU 12 Mandate und die SPD 14 – „das tut ein bisschen weh.“
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