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NWZonline.de Region Delmenhorst

Ratsfrau wirft Awo Gier nach Macht vor

29.11.2017

Delmenhorst Vier Millionen Euro stehen in den Jahren 2017/18 für die Stadt Delmenhorst aus dem Integrationsfonds bereit. Unter anderem war geplant gewesen, mit dem Geld bei nur zehnprozentiger Gegenfinanzierung durch die Stadt in der ehemaligen Fröbelschule ein inklusives Integrationszentrum aufzubauen. Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) hatte dazu ein Konzept entwickelt, das Ende Oktober im Fachausschuss vorgestellt wurde. Auf seiner Sitzung am 22. November erteilte der Rat dem Vorhaben jedoch in geheimer Abstimmung eine Abfuhr, die für große Unruhe sorgte. Gegnerin des Zentrums war unter anderem die Bürgerforums-Ratsfrau Eva Sassen. „Integration sollte in den bestehenden Zusammenhängen stattfinden“, hatte sie ihre Ablehnung begründet. Nun hat Sassen noch einmal nachgelegt. In einer Pressemitteilung schreibt sie, dass die Awo mit dem Zentrum „ihre Macht großzügig ausbauen“ wolle und spricht vom Versuch einer Unter-der-Hand-Vergabe.

Auch beim Thema Krankenhaus vermutet Sassen Machenschaften der Awo. „Als Ratsfrau erhielt ich ausschließlich gefilterte Informationen“, schreibt sie zu den Gesprächen, die der Oberbürgermeister nach dem Ausstieg der Josef-Stiftung aus der Krankenhaus-Finanzierung im Sozialministerium geführt hatte, und vermutet: „Entweder soll die Awo von der Stadt das Gelände an der Wildeshauser Straße für ein zweites Neues Deichhorst für Senioren günstig und passgenau bekommen oder ein saniertes Krankenhaus in der Mitte übernehmen können.“

Die letzteren Mutmaßungen Sassens weist Hannelore Hunter-Roßmann, Pressesprecherin des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems, entschieden zurück. Weder habe die Awo Interesse an dem Gelände an der Wildeshauser Straße noch daran, ein Krankenhaus zu betreiben. In der mittelfristigen Finanzplanung des Bezirksverbandes, die Mitte Dezember beschlossen werden soll, tauchten derartige Investitionen in Delmenhorst gar nicht auf. Zudem setze sich die Awo politisch generell für kommunale Betreiberschaften von Krankenhäusern ein. „Der Awo-Bezirksverband wird eine Unterlassungsklage gegenüber der Ratsfrau Eva Sassen prüfen“, schließt Hunter-Roßmann.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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