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Aktualisiert vor 17 Minuten.

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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Es ist doch normal zu helfen“

23.03.2019

Delmenhorst „Ein wichtiger Baustein der Präventionsarbeit“: So beschreibt der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz den Preis für Zivilcourage, der am Donnerstag im Rathaus an zehn Menschen verliehen wurde, unter anderem an einen neunjährigen Jungen.

Linus Leonhardt hatte im August vergangenen Jahres aus dem Fenster seines Zuhauses beobachtet, wie eine Frau mit ihrem Pkw in die Hecke der Nachbarn fuhr. Da sie nicht aus dem Auto ausstieg, gab der damals Achtjährige seiner Mutter Bescheid. Britta Leonhardt setzte den Notruf ab. Gemeinsam mit ihrem Nachbarn Wolfgang Kreuzer und Jan-Matthias Ogiewa, der den Unfall im Vorbeifahren bemerkt hatte, kümmerte sie sich um die Frau, die nicht mehr atmete.

Preis für Zivilcourage

Seit 2001 vergibt der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Stadt Delmenhorst den Preis für Zivilcourage. Mittlerweile wurden, inklusive diesem Jahr, 73 Menschen gewürdigt.

Jede geehrte Begebenheit ist mit 250 Euro dotiert. Gefördert wird der Preis durch den Verein zur Förderung der kommunalen Kriminalprävention in Delmenhorst.

Polizei und KPR wollen damit die Kultur des Hinschauens fördern. Dies soll zum Sicherheitsgefühl und Opferschutz beitragen.

Angelika Franzkowski, die Fahrerin des Autos, saß bei der Preisverleihung im Publikum. Sie ist wieder vollständig genesen. Dass ihr Lebensretter so jung war, „das hat mich überrascht“, erzählt sie.

Dass etwas nicht in Ordnung war, hatte Linus damals schnell bemerkt. „Ich wusste, dass das jetzt nicht richtig ist.“ Und wie hat er die Situation erlebt? Er hat nicht einen Moment gezögert. „Es ist doch normal zu helfen.“

Nicht selbstverständlich war der Einsatz von Ali Hasanain. Im Januar 2018 war er abends noch einkaufen. Dabei bemerkte er einen maskierten Mann, der eine Kassiererin mit einer Pistole bedrohte und Bargeld forderte. Hasanain brachte den Mann zu Boden, entwaffnete ihn und hielt ihn gemeinsam mit einer weiteren Person fest, bis die Polizei eintraf.

Für ihn war klar, dass er helfen musste. Die Leute, darunter auch Kinder, hätten geweint und Angst gehabt. „Ich muss was machen“, habe er gedacht – und gehandelt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Brüder Sofiane und Ousama Amrani sowie Rene Bischoff. Sie kamen im April 2018 einem Kind in der Nachbarschaft zu Hilfe.

Auch das Ehepaar Nurhan und Hüseyin Yalin wurde an dem Abend geehrt. Mit dabei war ihr drei Monate altes Kind. Die beiden wurden vom Seniorenbeirat für den Preis vorgeschlagen. Sie hatten im Dezember 2018 einen Mann bemerkt, der in einem Auto saß und einen medizinischen Notfall erlitten hatte. In seiner Obhut befand sich sein zweijähriger Enkel.

Viele Menschen seien an dem Auto vorbeigegangen. Das Ehepaar hat jedoch sofort den Notruf abgesetzt, Erste Hilfe geleistet und sich um den Enkel gekümmert. Das Leben des Mannes wurde gerettet.

Der Polizeidirektor der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch, Carsten Hoffmann, drückte seinen Respekt für die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Zivilcourage zu zeigen sei oft „leicht gesagt, aber schwer getan“.

Die musikalischen Beiträge leistete Kiarash Safargholi. Auf Farsi und Englisch unterhielt er das Publikum mit Gesang und Gitarre.

Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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