DELMENHORST - Eine Filmpremiere ist immer etwas Besonderes: Kommt der Film beim Publikum an? Hat sich die monatelange Arbeit gelohnt? Auch Pierre Hellbusch war die Anspannung anzumerken – und dass, obwohl „The first love“ bereits der fünfte Film des Delmenhorster Jungproduzenten ist. Am Sonntag um 11 Uhr verfolgten rund 100 Zuschauer die Premiere im MaxX-Kino in Delmenhorst und begleiteten die 14-jährige Laura (Magdalena Warnat) auf ihrer Suche nach der großen Liebe.

Laura hat jede Menge Probleme: Schwierigkeiten in der Schule, Streß mit der Mutter und dann auch noch Liebeskummer. Sie ist so verzweifelt, dass sie versucht, sich das Leben zu nehmen und schneidet sich die Pulsadern auf. Im Krankenhaus lernt Laura Frau Becker (Gudrun Beyer) kennen, eine Patientin, die im Sterben liegt. Und Frau Becker lenkt Lauras Leben wieder in die richtigen Bahnen. Schließlich sei „das Leben doch viel zu kostbar, um es wegzuwerfen“. Laura wird gesund, verträgt sich mit ihrer Mutter (Kirsten Franke) und lässt sich von Frau Beckers Enkel ins Kino einladen. Ein Film mit einem „Happy End“, oder – wies es im Vorspann heißt – „ein Film über Freundschaft, Liebe und Zusammenhalt“.

„Ich hoffe, er hat Euch gefallen und war ein kleiner Knaller“, verabschiedete der 22-jährige Hellbusch sein Publikum nach der Vorführung.

Der zwölfjährige Marcel fand „The first love“ richtig gut. „Es gab viele lustige Szenen“, sagte er. Doch dass sich ein Mädchen bei Liebeskummer die Pulsadern aufschneidet, fand Marcel dann doch „etwas komisch“. Marcels Oma Rosel Wagener ist ebenfalls ein großer Fan des neuen Hellbusch-Films. Kein Wunder: „Mein anderer Enkel hat mitgespielt. Ich bin sehr stolz“, sagte sie.

Gedreht wurde der Streifen vor knapp zwei Jahren in Uelzen und Lüneburg. Hinter dem Filmprojekt steht die Jugendorganisation „JAG-PRO*Filma“, bei der hauptsächlich Kinder und Jugendliche in die Rollen von Kameramännern, Ton- und Lichttechnikern, Regisseur und Schauspieler schlüpfen. „The first love“ wurde nach dem Buch von Hausmeister-Krause Autorin Anneka Hoefer aus Köln konzipiert. „Wir haben uns getroffen und ein paar Inhalte abgesprochen“, erzählte Hellbusch. Regisseur des Films ist der 19-jährige Malte Christopher aus Etelsen bei Verden.

Geht es nach dem Wunsch von Hellbusch, wird der Film bald in Kinos in Oldenburg, Bremen und Trier gezeigt.

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