Delmenhorst - In der „Ad Kid“-Gruppe, der Arabisch-Deutschen Kindergruppe, treffen sich einmal in der Woche Jungen und Mädchen aus Syrien und Nordafrika, um sich auszutauschen und zu unterstützen. Rund 52 Kinder nehmen an den Treffen im Schaar-Haus teil. Jetzt hat sich Oberbürgermeister Axel Jahnz ein Bild von dem Treff gemacht. Die Gruppe wurde von einer Delmenhorster Familie, die aus Syrien stammt, privat auf die Beine gestellt. Unterstützt wird sie vom Delmenhorster Integrations- und Bildungsverein. Die Kinder sind zwischen zehn und 14 Jahre alt und oft vom Krieg traumatisiert. In der Gruppe haben sie unter anderem die Möglichkeit, ihre Herkunftssprache besser zu erlernen um ihre Kultur und Sprache nicht zu verlieren, erklärt Yusus Alic, Sprecher des Integrations- und Bildungsvereins. Teilweise haben Kinder aufgrund ihres Traumas kaum gesprochen, sagt Alic. „Mittlerweile sind sie aus sich rausgekommen“, berichtet der Sprecher weiter. „Sie sind wieder lebensfroh.“
Gleichzeitig wird auch Integrationsarbeit geleistet und die Kinder sprechen über Probleme in der Schule und ihr Umfeld. Singen, Spielen und Basteln kommen dabei nicht zu kurz. Somit wurde auch Axel Jahnz mit einem Willkommenslied begrüßt.
Laut dem Sprecher des Integrations- und Bildungsvereins begann die Organisatorin der Treffen, Yasmin Kunbus, mit sechs Kindern. Mittlerweile ist der Zulauf so sehr angestiegen, dass nach neuen Räumlichkeiten gesucht wird. Rund 40 Kinder kommen jeden Samstag zu den Treffen – diese sind in vier Gruppen aufgeteilt. Der Integrations- und Bildungsverein will bei der Suche nach neuen Räumen unterstützen.
