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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Rettet die Graft“: Delmenhorster Bündnis stellt Kostensteigerung in Abrede

18.05.2021

Delmenhorst „Angstmacherei der Stadtwerke“ nennt Harald Groth vom Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ die Sorge, der Bau eines neuen Wasserwerks in der Graft könnte eine erhebliche Kostensteigerung fürs Delmenhorster Trinkwasser bedeuten. Oberbürgermeister Axel Jahnz hatte gesagt, dass die letzte Kostenschätzung vier Jahre alt sei und man von über 18 Millionen Euro ausging. Zusätzlich entständen hohe Kosten für die Einrichtung eines Trinkwasserschutzgebietes an der Graft.

Durch Technik lösen

„Jahnz wiederholt mehrfach widerlegte angebliche Argumente gegen das Trinkwasser aus der Graft“, entgegnet Groth. Dass Jahnz auf den Humingehalt des aus dem moorigen Boden geförderten Wassers hinweist, werde dramatisiert. Für Groth könnten die Probleme der Wasserqualität durch eine Ausstattung des neuen Wasserwerks mit entsprechender Technik gelöst werden. Groth verweist darauf, dass alle Fakten über das Internet zugänglich seien. Selbst der Naturschutzbund habe eingeräumt, dass es keine naturschutzrechtlich ernsthaften Bedenken gegen den Neubau einer Trinkwasserproduktion in der Graft gebe.

Zur Wasserpreisentwicklung wendet Groth ein, dass es dafür an einer von der Stadtwerkegruppe (SWD) nachvollziehbaren Preiskalkulation für einen Wasserpreis nach Inbetriebnahme  eines neuen Wasserwerks in der Graft fehle.

Vertreter des Büros Lührs, die Auftragnehmer der SWD sind, hätten öffentlich erläutert, dass die Gesamtkosten eines neuen Wasserwerks mit einer Jahresleistung von 2,4 Millionen Kubikmeter etwas mehr als 16 Millionen Euro kosten würde. Hinzugerechnet hatten sie diverse Dienstleistungen und kamen so auf 18,2 Millionen Euro. „Preisentwicklungen bis zur Durchführung waren dabei angeblich bedacht“, sagt Groth. Abzüglich Eigenbedarfs, einschließlich der Personalkosten, seien dafür jährliche Betriebskosten in Höhe von 1,933 Millionen Euro über die Gebühren aufzubringen.

417 000 Euro Entlastung

Harald Groth bezweifelt die Aussage des Oberbürgermeisters, dass mit einer Kostensteigerung von 35 Prozent zu rechnen wäre. Er rechnet vor, dass die 3,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser, die in Annenheide gefördert werden, zum Preis von netto 1,59 Euro je Kubikmeter abgegeben werden. Delmenhorst würde insgesamt 4,1 Millionen Kubikmeter Trinkwasser benötigen und kauft vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) jährlich 0,9 Kubikmeter Trinkwasser zu.

Groth schätzt nach Abzug aller Kosten mit einer jährlichen Entlastung in Höhe von rund 417 000 Euro. Er geht davon aus, dass die Kosten pro Kubikmeter gefördertem Trinkwasser in der Graft günstiger wären, als derzeit die Nettokosten den Verbrauchern berechnet werden.

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