DELMENHORST - DELMENHORST - Als einen schweren Rückschlag bei den Bemühungen, das Wohnviertel Wollepark zu sanieren, hat Bürgermeisterin Swantje Hartmann (SPD) die Entscheidung des niedersächsischen Sozialministeriums bezeichnet, sich nicht am Bundesprogramm „Stadtumbau West“ zu beteiligen.

Die Sprecherin des Ministeriums, Iris Bethge, bestätigte auf Nachfrage, dass zwar die Städtebauförderung und das Projekt Soziale Stadt nach einjähriger Abstinenz fortgesetzt werden sollen, ein zusätzliches Engagement des Landes im Rahmen des Stadtumbau-Programms aber nicht vorgesehen ist.

„Wir sind dringend auf Fördermittel für Rückbaumaßnahmen im Wollepark angewiesen. Wir wissen, wenn auch 2006 keine Mittel kommen, dann stehen die Stadtumbaumaßnahmen im Sanierungsgebiet Wollepark auf dem Spiel“, stellte Hartmann dazu fest. Als strukturschwache Stadt benötige Delmenhorst finanzielle Unterstützung für die Aufwertung des Stadtteils Wollepark, für die Verbesserung der Lebenssituation der Menschen und für die Imageverbesserung der Stadt. Doch nach den aktuellen Beschlüssen aus Hannover werde es – wie im vergangenen Jahr – auch 2006 keine Gegenfinanzierung für den „Stadtumbau West“ aus Hannover geben.

In der Stadtverwaltung gibt man sich vorerst gelassen. „Wir haben von einer offiziellen Entscheidung noch keine Kenntnis“, sagt Fritz Brünjes, als Fachbereichsleiter für Planen und Bauen zuständig. Die Anträge auf finanzielle Unterstützung bei der Sanierung der Innenstadt und des Wollepark-Viertels würden gegenwärtig ausgearbeitet. Sie müssen erst im September in Hannover vorliegen. Nach dem städtebaulichen Rahmenplan soll rund die Hälfte des Wollepark-Quartier abgerissen werden.