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Schloss bald wieder sichtbar

NADIA-ZAKIA CHELLY

DELMENHORST - Dass Delmenhorst einst das größte Schloss im Oldenburger Land hatte, weiß selbst manch Einheimischer heute nicht mehr. Nur wenige Stein- und Mauerreste erinnern den Spaziergänger in den Graftanlagen an die bis ins 18. Jahrhundert bestehende Anlage. Welch Ausmaß das Delmenhorster Schloss damals hatte, soll jetzt zum bundesweiten Tag des Denkmals am kommenden Sonntag, 14. September, erstmals deutlich werden. Der Grundriss des verschwundenen Gebäudes wird auf dem Rasen auf der Burginsel gekennzeichnet. Am Mittwoch haben die Arbeiten begonnen.

Der Vermessungsingenieur Karsten Schmidt hat im Vorfeld mit Hilfe einer alten Karte das Areal maßstabgetreu vermessen und den Grundriss des Gebäudes gemeinsam mit Axel Nonn und Andreas Stolle vom Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur mit rund 40 nummerierten Pflöcken abgesteckt.

Orientiert hat sich Schmidt an einem der beiden Türme des Schlosses. Von einem dieser Türme sind heute noch die Grundrisse auf dem Rasen mit Steinen ausgelegt. „Die Mauern waren ursprünglich vier Meter dick“, sagt Schmidt. Und der Durchmesser des Turms lag bei 11,75 Meter. „Das gesamte Schloss erstreckte sich einmal durch die heute angelegte Böschung“, erzählt Schmidt weiter.

An diesem Donnerstag werden die Arbeiten fortgesetzt. Ein städtischer Mitarbeiter wird die Pflöcke mit einer Markierungsmaschine abfahren und damit den Grundriss des Schlosses farblich kennzeichnen.

Tag des offenen Denkmals

Der bundesweite Tag

des offenen Denkmals wird in diesem Jahr zum 16. Mal gefeiert. Erstmals wird an diesem Tag (Sonntag, 14. September) der Grundriss des Delmenhorster Schlosses sichtbar gemacht.

Das Nordwestdeutsche Museum

für Industriekultur lädt von 12 bis 17 Uhr zu einem Besuch auf der Burginsel ein.

Es werden Fundstücke

einer Grabung aus den 70er Jahren gezeigt und Informationen zum Schloss gegeben.

Um 15 Uhr

wird der Landesarchäologe Henning Hassmann aus Hannover über die Burginsel führen und zum einstigen Stammsitz der Delmenhorster und Oldenburger Grafen berichten.
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