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Prävention In Delmenhorst Schüler rauchen und trinken weniger

Wolfgang Bednarz

Delmenhorst - Jugendliche Delmenhorster rauchen und trinken weniger als ihre Altersgenossen im Bundesdurchschnitt. Das ist ein wesentliches Ergebnis der 4. Delmenhorster Schülerstudie des Aktionsbündnisses „Riskanter Konsum in Delmenhorst“, die jetzt als Heft vorliegt. Für die Studie wurden 1904 Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen in Delmenhorst sowie der Kerschensteiner-Schule befragt.

Der Lions-Club Delmenhorst-Burggraf hat die Anfertigung der Schülerstudie durch eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 2000 Euro ermöglicht. Der Serviceclub hat seit 1997 das langjährige Drogenpräventionsprogramm „drop+hop“ an Delmenhorster Schulen. Es beginnt in den 6. und 7. Klassen. Der Club unterstützte die Anfertigung der inzwischen vier Schülerstudien zum Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren mit insgesamt rund 75 000 Euro. „Das Ergebnis der aktuellen Studie zeigt uns: Wir sind gut, wir sind erfolgreich.“ So bewertete Tim Berthold von der Anonymen Drogenberatung am Mittwoch das langjährige Engagement der beteiligten Akteure in den Delmenhorster Schulen. Wolfgang Etrich betonte als amtierender Lions-Präsident, dass dem Club daran gelegen sei, auch langwierige Prozesse zu unterstützen.

1997 nur drei Schulen an Projekt beteiligt

„Es erforderte schon ein gewisses Maß an Überzeugung“, sagte Lions-Mitglied Dr. Michael Müller im Rückblick auf die Anfänge. 1997 seien es gerade drei weiterführende Schulen gewesen, die sich an „drop+hop“ beteiligt hätten. Erst seit 2012 seien alle Schulen dabei. Müller, ehemaliger niedergelassener Arzt, war im Lions-Club derjenige, der sich vor Jahren für ein Methadon-Programm und für die Unterstützung der Drogenprävention in der Stadt eingesetzt hatte.

Mitglieder des Aktionsbündnisses „Riskanter Konsum“ sind unter anderem die Anonyme Drogenberatung Delmenhorst, die Leitungen verschiedener Schulen, die Delmenhorster Jugendhilfe-Stiftung, Dr. Claudia Niekrens von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und Dr. Helge Schumann vom Gesundheitsamt der Stadt.

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