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NWZonline.de Region Delmenhorst

Gegen Kürzungen bei Integration

03.12.2018

Delmenhorst Die zum Jahresende auslaufenden Förderungen der Kausa-Servicestelle, die unter dem Dach der Volkshochschule Jugendliche mit Migrationshintergrund auf Ausbildungsstellen vermittelt, und der von Awo und Diakonie getragenen Beratungsangebote für Zugewanderte aus Osteuropa und deren Kinder (Ehap), finanziert aus EU-Geldern, hat jetzt auch den Sozialausschuss auf den Plan gerufen. Erst vor wenigen Tagen hatte Polizeichef Jörn Stilke – wie berichtet – vor den Folgen auslaufender Integrationshilfen gewarnt und eine vermutlich wieder ansteigende Kriminalität in Delmenhorst prognostiziert.

Es war die Gruppe SPD & Partner, die im Sozialausschuss den Antrag stellte, die Beratungsangebote zu erhalten und aus städtischen Mitteln weiter zu finanzieren. Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme von Eva Sassen (Bürgerforum) an den Rat weitergeleitet. Sassen lehnte ab, weil sie ein gänzlich neues Beratungs- und Integrationskonzept fordert, das auch benachteiligte Deutsche aus Delmenhorst mit einbezieht.

Wenig Akzeptanz fand der Vorschlag des Ersten Stadtrats Markus Pragal, die Beratungsangebote nur bis Ende März aus städtischen Mitteln zu finanzieren und zwischenzeitlich in Gesprächen mit dem Land weitere Fördermöglichkeiten auszuloten. „Auf solche Zusagen können wir in Delmenhorst nicht warten“, so die Linke-Fraktionschefin Edith Belz, „viele Mitarbeiter wissen nicht, ob ihr Arbeitsplatz im nächsten Jahr noch vorhanden ist.“ Die Kontinuität würde in Gefahr gebracht, bewährte Kräfte der Beratungsstellen würden sich wegbewerben, hieß es.

Die Zustimmung des Rates am 19. Dezember gilt als sicher. Es ist nun Sache des Fachbereichsleiters Rudolf Mattern, ausgestattet mit einem Mandat Verträge mit der VHS, der Awo und der Diakonie auszuhandeln.

Sorgen insbesondere um den Wegfall von Kausa macht sich der Beirat Delmenhorst/Oldenburg-Land der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. Vorsitzender Stefan Schnier: „Die eigentliche Integrationsarbeit beginnt erst jetzt. Denn erst jetzt haben viele Flüchtlinge ein Sprachniveau erreicht, das eine zielführende Ausbildung ermöglicht. Zugleich suchen unsere Unternehmen händeringend nach Auszubildenden und Fachkräften.“

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Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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