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SPORT Ein Lauf nach Hawaii und zurück

FRANK JACOB

DELMENHORST - Und sie laufen und laufen und laufen: Fast 28 404 Kilometer haben die Teilnehmer des fünften 24-Stunden-Laufs am Wochenende zurückgelegt. Das ist weiter als die Strecke von Deutschland nach Hawaii und zurück. Damit stellten sie einen neuen Rekord auf. Im vergangenen Jahr waren es noch 20 881,1 Kilometer gewesen. Den größten Anteil am Ergebnis hatten die 83 Einzelläufer mit rund 14 056 Kilometern, gefolgt von den Mannschaften mit knapp 13 046 Kilometern und den Schülern mit rund 1301 Kilometern. Der Erlös des Laufes wird noch bekannt gegeben.

Erfolgreichster Einzelläufer war Oliver Leu (Hambergen), der 170 Runden (rund 221 Kilometer) lief. Silke Gielen (Hamburg) legte bei den Frauen mit 143 Runden und knapp 186 Kilometern die längste Strecke zurück.

Bei den Mannschaften landeten bei den Männern die „Frozen Mudeaters“ mit 273 Runden und knapp 355 Kilometern vorne. Das einzige Frauen-Team, „Team Chicken Run“, absolvierte 185 Runden mit etwa 241 Kilometern. Bei den gemischten Mannschaften holte der Sport-Schützenverein Adelheide mit 244 Runden und 318 Kilometern Platz eins. Die Walker vom VfL Stenum belegten in ihrer Kategorie mit 137 Runden und 179 Kilometern den ersten Platz.

Strahlender Sonnenschein hatte die Läufer am Sonnabendmittag pünktlich um 12 Uhr mittags auf den Graftwiesen empfangen. Oberbürgermeister Patrick de La Lanne begrüßte das Starterfeld und erinnerte noch einmal an das Ergebnis des vergangenen Jahres, als knapp 10 000 Euro zugunsten des Vereins Gesundheit im Kindesalter zusammen gekommen waren. Dr. Johann Böhmann von der Kinderklinik stand dem Oberbürgermeister zur Seite, als dieser mit einer Tröte den „Startschuss“ für den Lauf durch die Graftanlagen gab. Der 1300 Meter lange Rundkurs war von vielen Schaulustigen gesäumt, die die Läufer anfeuerten.

Im Teilnehmerfeld befand sich auch der blinde Jeffrey Norris, der von Bernd Nuss über die Strecke geführt wurde. Norris legte 47 Runden mit 61 Kilometern zurück.

„Ich laufe mit, um selbst fit zu bleiben. Aber auch um diese gute Sache zu unterstützen“, sagte Wilfried Heinze aus Delmenhorst, der zum ersten Mal beim 24-Stunden-Lauf dabei war und mit der Mannschaft „Die Reservisten“ antrat. „Meine Tochter hat mich animiert, mitzumachen. Sie war schon zweimal dabei“, erzählte Heinze.

„Wir sind Wiederholungstäter“, meinte Jürgen Garnix. Seit 1997 ist er bei der Bundeswehr in Delmenhorst stationiert. Zum dritten Mal lief der 44-Jährige jetzt mit. „Es ist eine Herausforderung, und es macht Spaß“, sagte Garnix, der mit der Mannschaft des Logistikbataillons 161 teilnahm.

„Meine Freunde brauchten noch jemanden für das Team“, sagte Maike Timmermann vom „Bauverein Delmenhorst“. Und weil die Stimmung im Team und auf den Graftwiesen so nett ist, ist sie irgendwie hängen geblieben. „Ich bin zum dritten Mal dabei“, erzählte die 21-Jährige.

Für eine Erfrischung zwischendurch sorgten unterdessen Vera und Peter Loschinsky sowie Margret Gerdes und Christa Loch. „Bei uns gibt es isotonische Getränke, Malzbier und verschiedene Säfte“, sagte Christa Loch.

Den Sanitätsdienst übernahm das Deutsche Rote Kreuz aus Delmenhorst in zwei Schichten zu je fünf Mann. „Meist haben wir nur leichte Verletzungen wie Schürfwunden“, sagte Markus Riedel, Gruppenführer der Sanitätsgruppe.

2009 wird in Delmenhorst im Übrigen die Deutsche Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf ausgetragen. Termin soll der 20. und 21. Juni sein.

Mehr Bilder unter: www.NWZ

online.de/fotogalerie-landkreis

Wettbewerb der Schüler

48 Schülerteams

sind in einem eigenen Wettbewerb gestartet. Drei Stunden lang drehten sie ihre Runden.

Sieger bei den

Acht- bis Zwölfjährigen wurde die Mannschaft „Red Flash“ des DTV mit 30 Runden vor den „6b Friends“ des Maxe und „Bladerunner“ vom DTV.

Bei den

13- bis 16-Jährigen lag das „Projekt 40 Kilometer“ mit 29 Runden an der Spitze vor „Maxe Mumm-Running“ und dem Team der Klasse 9c der Realschule Süd.
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