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NWZonline.de Region Delmenhorst

Aus für Kunstrasen-Projekt

05.07.2019

Delmenhorst Enttäuschung für die Fußballfans in Delmenhorst: Einen Kunstrasenplatz wird es vorerst nicht geben. In einer geheimen Abstimmung wurde in der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch dem Antrag von SPD-Fraktionschefin Bettina Oestermann zugestimmt, die Finanzierungsmittel von einer Million Euro, die der Verwaltungsausschuss für den Bau eines Kunstrasenplatzes einkalkuliert hatte, für alle in Delmenhorst betriebenen Sportstätten insgesamt zur Verfügung zu stellen.

Daraufhin zog Murat Kalmis (FDP) seinen Antrag auf eine Kunstrasenfläche zurück. „Ich lasse meinen Antrag nicht missbrauchen; das ist eine Hinhaltetaktik, das nehmen wir nicht hin“, sagte der Ratsherr in Bezug auf den Antrag der SPD.

Vergangenen Sonntag stellte die SPD-Fraktion bereits einen „Kompromiss-Antrag“ auf einen Hybridrasen. Der Hauptgrund: Die SPD setzt auf mehr Nachhaltigkeit: „Wir wollen nachhaltige Entscheidungen treffen. Kunstrasen kommt einem Plastikdeckel gleich, der die Oberfläche versiegelt“, sagte Oestermann nun in der Ratssitzung am Mittwoch.

Marco Castiglione vom TV Jahn meldete sich zu Wort und sprach sich für den Kunstrasen und gegen den Hybridrasen aus: „Hybridrasen löst nicht unsere Probleme.“ Die Vereine benötigten brauchen einen Platz, den sie intensiv und ganzjährig nutzen könnten.“ Hybrid bedürfe zudem eine besondere Pflege, die viel Zeit und viele Maßnahmen beanspruche.

Die Grünen sprachen sich sowohl gegen einen Kunstrasen- als auch gegen einen Hybridrasenplatz aus: „Es passt nicht zusammen, dass Trinkhalme verboten werden und wir aber 1000 Quadratmeter Plastik verlegen“, so Grünen-Fraktionsvorsitzende Marianne Huismann. Auch ein Hybridrasen produziere umweltschädlichen Sondermüll, sagte die Ratsfrau.

Die CDU sah darin keinen Grund, einen Kunstrasen abzulehnen. Vor allem in Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit unter Vereinen plädierten sie für Kunstrasen: „Wie schaffen es denn 1000 andere Kommunen in Deutschland, Kunstrasenplatz zu betreiben?“, argumentierte CDU-Fraktionsvorsitzender Kristof Ogonovski.

Aber nicht die Umweltfreundlichkeit war am Ende ausschlaggebend: Oestermanns Antrag, mit dem Geld Sportstätten allgemein zu fördern, und nicht den Kunstrasenplatz im Einzelnen, stimmten in einer geheimen Wahl am Ende die meisten Ratsmitglieder zu. Dabei bekam sie nicht nur die Unterstützung der Grünen, sonders auch aus anderen Fraktionen. Axel Unger betonte: „Wir haben einen großen Sanierungsstau bei den Sporthallen. Lassen Sie uns das tun, was für die Stadt vorrangig ist.“ Auch das Bürgerforum Freie Wähler befürwortete, dass das Geld nun an Sportstätten gehen solle. Thomas Kuhnke betonte zum Beispiel, dass es eine ganze Menge renovierungsbedürftige Turnhallen gebe und das andere Projekte auch Unterstützung verdienten.

Nach der Wahl meldete sich Oberbürgermeister Axel Jahnz zu Wort: „Das ist eine klare Enttäuschung für die Kunstrasen-Befürworter, aber dann stehen uns eine Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten in Delmenhorst zur Verfügung, und damit ist der Kunstrasenplatz nicht ganz auszuschließen.“

Freya Adameck Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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