• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Delmenhorst

Städtische Galerie Delmenhorst: Nachfolge für Annett Reckert ist noch unklar

19.12.2020

Delmenhorst Der Blick in die Zukunft war wohl selten so ungewiss wie aktuell. Die Corona-Pandemie hat auch das Haus Coburg fest im Griff: Nach sieben Wochen ohne Besucher steht die Öffnung der Delmenhorster Galerie weiterhin in den Sternen.

Eine ebenso drängende Zukunftsfrage hat aber gar nichts mit der Pandemie zu tun. Die Galerieleiterin Annett Reckert zieht es nach zehn Jahren an die Kunsthalle Bremen. Zum 1. März wird eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht. Mit dieser Zäsur könnte sich die Ausrichtung des Hauses grundlegend verändern.

In Schwung gebracht

Die Stadtverwaltung lässt sich bei dieser Entscheidung aber weiterhin nicht in die Karten schauen. Auch der Verein Freundeskreis Haus Coburg kann nur auf eine kluge Entscheidung hoffen.

„Wir sind natürlich traurig, dass Frau Reckert geht. Sie hat das Haus ordentlich in Schwung gebracht", sagt Regina Ungethüm-Meißner, Vorsitzende des Freundeskreises. Die Kunstvermittlung, das Bemühen, die Ausstellungen auch Kindern näher zu bringen, habe sich ausgezahlt. „Die Jugendlichen kommen wieder. Auch einige Lehrkräfte haben mit ihren Klassen immer wieder die Galerie besucht", berichtet Ungethüm-Meißner. Den Nachfolger oder die Nachfolgerin will der Freundeskreis bedingungslos unterstützen: „Wir sind offen für alles und in der Lage, alles auszuhalten."

Reckert hat konsequent den Fokus auf zeitgenössische Künstler zu einem Erkennungsmerkmal des Hauses Coburg gemacht. Dabei musste sie ihre Ausstellungen praktisch ohne Startkapital realisieren. Delmenhorst zahlt für die Städtische Galerie zwar Gehälter und andere Fixkosten, bei Ausstellungen wurde aber mit Fördergeldern kalkuliert.

Grundlage geschaffen

Wie viel Arbeit nötig ist, mit Bewerbungen um die Gunst der Geldgeber zu buhlen, weiß Wiebke Steinmetz. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin wirkte sie früher viele Jahre im Haus Coburg an der Seite von Barbara Alms, der Vorgängerin von Reckert. Alms habe in ihren 25 Jahren als Galerieleiterin eine gute Grundlage für das Vertrauen der Ministerien und Stiftungen geschaffen. „Annett Reckert hat diese Qualität gehalten, bei einer komplett anderen Ausrichtung auf zeitgenössische Kunst", sagt die Kunsthistorikerin.

Der Wechsel von Alms zu Reckert würfelte damals auch den Freundeskreis durcheinander. Mit der neuen Philosophie des Hauses konnten sich nicht alle Vereinsmitglieder anfreunden. „Bis dahin haben wir nur kleine Ausflüge organisiert, die nicht mehr als 20 Euro kosten durften", berichtet Silvia Harjes vom Beirat des Vereins. Reckert habe sich dafür stark gemacht, auch international bedeutende Kunstmetropolen wie Venedig, Oslo, Bilbao oder Paris anzusteuern.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.