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NWZonline.de Region Delmenhorst

Stallpflicht: Delmenhorster Geflügel muss warten

26.04.2021

Delmenhorst „Die Stallpflicht für Freilandgeflügel gilt in einigen Landkreisen Niedersachsens weiterhin“, beantwortet Natascha Manski, Pressesprecherin im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, eine Anfrage unserer Redaktion. Grund: Während in den Landkreisen Diepholz und Verden die Aufstallungspflicht für Geflügel aufgehoben wurden, gilt diese Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung der Vogelgrippe im Stadtgebiet von Delmenhorst weiterhin – betroffen sind 165 Geflügelhalter mit insgesamt 3500 Tieren.

Unverständnis ist groß

Die Mühle Unger an der Syker Straße ist Treffpunkt für viele Hühnerhalter. Dort berichtet Margit Unger, dass sie beim Verkauf von Futtermischungen fürs Geflügel in Gesprächen mit ihren Kunden mancher Verärgerung zuhört: „Das Unverständnis über die unterschiedlichen Regelungen in Stuhr und Delmenhorst ist groß.“ Kopfschütteln über die Ungleichheit herrscht genauso beim Vorsitzenden des Delmenhorster Geflügelzuchtvereins von 1895, Egon Heuer.

Seit Mitte November sind neben den wirtschaftlich betriebenen Großställen auch Hobbyhühnerhalter von den Regelungen zur Vogelgrippe betroffen. „Es muss alles getan werden, um mögliche weitere Infektionen von Nutzgeflügelbeständen zu verhindern“, sagt Nicolin Niebuhr, Fachdienstleiterin Veterinär- und Ordnungswesen im Delmenhorster Rathaus. Die entsprechende Schutzvorrichtung muss mindestens aus einem Dach oder einer Plane bestehen und an den Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert sein.

„An den Tierschutz wird dabei wohl kaum gedacht“, ärgert sich der Züchter von Welsumer Zwerghühnern, Egon Heuer. Gerade im Frühjahr benötigten Hühner, Enten und Ziergeflügel eine größere Bewegungsfreiheit, schließlich befänden sie sich in ihrer Phase der Vermehrung. Auf engem Raum eingesperrte Hühner reagierten beispielsweise mit Federpicken und Kannibalismus, sagt Unger. „Hühnerhalter haben bei uns schon nach sogenannten Picksteinen gefragt, um ihr Geflügel zu ‘beschäftigen’.“

Eigene Risikobewertung

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„Die Landkreise sind gehalten, die Aufstallung nach ihrer eigenen Risikobewertung anzuordnen“, sagt Manski. Seit dem 17. November habe es in Niedersachsen 33 Ausbrüche der Geflügelpest in Hausgeflügelbeständen in sechs Landkreisen gegeben. Seit dem 19. Februar 2021 wurden sechs Seuchenausbrüche in Puten- und Legehennenhaltungen in drei Landkreisen festgestellt.

„Die Aufstallung von Geflügel in Freilandhaltung wird nach aktueller Rücksprache mit dem Friedrich-Löffler-Institut empfohlen“, rechtfertigt Rathaussprecher Timo Frers das Festhalten auf Delmenhorster Seite an der Verordnung. Dort gehe man nach wie vor von einem hohen Infektionsdruck aus der Wildvogelpopulation auf das Hausgeflügel aus. Das Institut werde Anfang Mai das Risiko neu bewerten, erwartet Frers.

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