DELMENHORST - Der OB-Kandidat holte die meisten Stimmen im Stadtnorden und in Deichhorst. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 28,2 Prozent.

Von Mechthild Voigt

DELMENHORST - Die Delmenhorster SPD stellt künftig mit Patrick de La Lanne nicht nur den Oberbürgermeister der Stadt, sondern mit Bürgermeisterin Swantje Hartmann auch wieder eine Landtagsabgeordnete. Die 33 Jahre alte Politikerin zieht in das Landesparlament, nachdem der SPD-Landtagsabgeordnete Manfred Nahrstedt im Landkreis Lüneburg zum Landrat gewählt wurde. Mit Annette Schwarz (CDU) sind künftig wieder zwei Delmenhorsterinnen im Landtag vertreten.

Patrick de La Lanne hat bei der Stichwahl am Sonntag mit 72,3 Prozent (das sind 12 037 Stimmen) seinen Kontrahenten Heinz Stoffels (CDU) mit 27,7 Prozent (4 618 Stimmen) deutlich abgehängt. Gleichwohl konnte Stoffels 0,1 Prozent Stimmen mehr verzeichnen als im ersten Anlauf der Oberbürgermeisterwahl am 10. September. Damals erreichte er 27,6 Prozent, de La Lanne verpasste mit 48,4 Prozent die erforderliche absolute Mehrheit.

Bei den Stadtratswahlen vor zwei Wochen erreichte die SPD 19 Sitze, die CDU 12 und die FDP fünf. Die Grünen, die Unabhängigen Delmenhorster und das Bürgerforum kamen auf je zwei Sitze und die Linke Alternative Delmenhorst und die Tierschutzpartei erhielten je einen Sitz.

Die Beteiligung an der Stichwahl lag bei lediglich 28,2 Prozent. Vor fünf Jahren, als sich Carsten Schwettmann bei der Wahl des ersten hauptamtlichen Oberbürgermeisters gegen den Amtsinhaber Dr. Norbert Boese (SPD) durchsetzte, hatten noch 37,5 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Carsten Schwettmann hatte in diesem Jahr nicht wieder kandidiert.

Die meisten Wähler (474) gaben im Schulzentrum Süd ihre Stimme ab. Hier erzielte de La Lanne 319 Stimmen. Mit je 341 Stimmen erreichte er die höchste Zustimmung in den Wahllokalen Wilhelm-von-der-Heyde-Schule und in der Grundschule Deichhorst.

Heinz Stoffels vereinte die höchste Stimmenanzahl (159) im Wahllokal der Grundschule Adelheide. Mit dem schlechtesten Ergebnis und lediglich 21 Stimmen musste er sich im Wahllokal „Zu den 12 Aposteln“ an der Breslauer Straße zufrieden geben. Die höchste Beteiligung demonstrierten die Hasberger. Im Wahllokal „Schule“ gingen 216 der 590 Berechtigten zur Stichwahl.