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NWZonline.de Region Delmenhorst

Suchtberatung: Wenn Medien Probleme machen

18.05.2020

Delmenhorst Noch hat Nils-Oke Bartelsen nicht mehr zu tun als vor der Corona-Pandemie. Er geht allerdings davon aus, dass sich dies ändern wird: wenn der Normalzustand wieder einkehrt. Bartelsen ist seit Anfang April als „re:set“-Fachkraft in der Drogenberatungsstelle Delmenhorst (drob) zuständig für die Mediensuchtberatung.

Durch die starken Beschränkungen während der Corona-Pandemie sind viele Aktivitäten der Freizeitgestaltung gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Familien verbringen daher den Großteil ihrer Zeit gemeinsam zu Hause. Dies bedeutet oft auch eine stärkere Mediennutzung.

Und dies sei grundsätzlich nichts Schlechtes, betont Bar­telsen. Der Medienbereich sei gerade in der derzeitigen Situation sehr praktisch, Kinder könnten zu ihren Freunden Kontakt halten und auch Erwachsene benötigten diesen.

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Manchmal merkt man jedoch nicht, dass man viel Zeit mit Medien verbringt und der Umgang langsam kritisch wird. Einige Eltern fragen sich vielleicht, ab wann ihr Kind zu viel Zeit auf Youtube verbringt. Andere wollen wissen, ob der Umgang ihres Kindes mit der Spielkonsole noch normal ist. Nur aufgrund der Nutzungszeiten könne allerdings keine Aussage bezüglich einer problematischen oder unproblematischen Mediennutzung getroffen werden. Es könne im Einzelfall schon eine geringe Nutzungszeit zu Problemen führen.

Dennoch lohne es sich, „wenn man Fragezeichen im Kopf hat, sich an uns zu wenden, ob das noch normal ist trotz dieser aktuellen Situation“, sagt Bartelsen. Gemeinsam erarbeite er mit den Betroffenen individuelle Lösungsstrategien, falls nötig. Oftmals melden sich jedoch Eltern, die bereits etwas verändert haben und sich nur Bestätigung abholen wollen, erzählt Bartelsen. Die gibt er gern.

Kommt es aber tatsächlich zu einer Beratung, holt sich Bar­telsen zunächst Rahmeninformationen, zum Beispiel über Art und Weise der Mediennutzung und den Anlass, aus dem sich die Betroffenen melden. Dann werde jede Beratung sehr individuell. Meist seien es Eltern, die sich melden. In dem Fall sei es hilfreich, die Situation sowohl aus ihrer, als auch aus Sicht der Kinder geschildert zu bekommen, denn die Standpunkte lägen oft weit auseinander. Es solle Verständnis entwickelt werden in Familien oder auch Partnerschaften, sodass das soziale Zusammenleben wieder funktioniert. Auch die Eltern müssten ihr Verhalten, ihre Mediennutzung hinterfragen – wobei es vor allem um die Bildschirmmedien gehe, betont Bartelsen.

Dabei empfiehlt er je nach Alter zwar zeitliche Richtlinien, doch sind diese weder starr noch der einzige Faktor, der bei der Mediennutzung eine Rolle spielt. Wichtiger sei, was diese mit der Person macht. „Ist das Kind gereizt, wenn es vom PC kommt?“, gibt Bartelsen ein Beispiel.

Eine stärkere Mediennutzung sei derzeit quasi Normalzustand, weil man nicht viel anderes machen kann. Sobald die Beschränkungen aber stärker aufgehoben werden, werde sich erst zeigen, ob diese Nutzung im Alltag problematisch ist, vermutet Bartelsen.

 Kontakt:Telefon   0 42 21/1 40 55; Mail: info@drob-delmenhorst.de oder nils-oke.bartelsen@awo-ol.de; Internet: drob-delmenhorst.de

NWZonline.de/gesundheit
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Jana Budde Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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