Delmenhorst - Wie arbeiten die Zellen in der Netzhaut des Auges zusammen und wie übermitteln sie Informationen an das Gehirn? Und wie können die Erkenntnisse der modernen Retina-Forschung helfen, den Sehsinn bei Netzhauterkrankungen wiederherzustellen? Diese und andere Fragen diskutieren hochrangige internationale Experten am kommenden Montag und Dienstag, 2. und 3. Oktober, auf einem Symposium, das anlässlich des 70. Geburtstags des Oldenburger Neurowissenschaftlers und Rektors des Hanse-Wissenschaftskollegs, Prof. Dr. Reto Weiler, stattfindet. Weiler hat das Gebiet der Retinaforschung maßgeblich mitgeprägt. Die Konferenz „Vision and Visions: Current Concepts and Future Challenges of Retinal Research“ bringt international bekannte Pioniere und etablierte Forscher auf dem Gebiet der Retinaforschung mit Nachwuchswissenschaftlern zusammen.
Die Netzhaut des Auges verbindet das Gehirn direkt mit den Licht- und Bildeindrücken der Außenwelt. Dank modernster Techniken verstehen Experten immer besser, wie dies funktioniert. In Delmenhorst stellen Experten ihre neuesten Forschungsergebnisse vor, etwa über die Vielfalt der Zellen in der Retina und wie diese zusammenwirken. Ein weiterer Schwerpunkt befasst sich damit, wie sich die Zell-Netzwerke in der Retina entwickeln und wie sie aufrechterhalten werden. Ziel ist es auch, Netzhauterkrankungen besser zu verstehen und behandeln zu können.
Das Symposium mit rund 85 Teilnehmern findet mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) und dem Forschungszentrum Neurosensorik der Universität Oldenburg statt.
