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NWZonline.de Region Delmenhorst

Szenario B: Schulen ziehen Zwischenbilanz

17.11.2020

Delmenhorst Die Corona-Pandemie ist für ganz Delmenhorst ein Stresstest, für Eltern, Schüler und Lehrer aber umso mehr: Sie wechseln seit Ende der Herbstferien im Szenario B mit halbierten Klassen zwischen Präsenz- und Heimunterricht. Und daran wird sich bis Ende November nichts ändern – Zeit für eine Zwischenbilanz.

Für Silke Fischer, Vorsitzende des Stadtelternrats, hatten die Eltern die richtige Forderung, nicht den Regelbetrieb fortzusetzen, aufgestellt: „Es ist gut, dass die Verwaltung da mitzieht. Wir freuen uns auch über das Engagement der Lehrer.“ Für eine grundsätzliche Beurteilung des Szenarios B sei es dennoch sehr früh.

Belastung teils sehr hoch

„Nicht so schön war es, dass einige Schüler nach drei Wochen Pause gleich am ersten Tag eine Klassenarbeit schreiben mussten“, kritisiert Fischer. Die Belastung sei dort sehr hoch gewesen. „Von Niedersachsen gibt es die Vorgabe, dass schon am 20. November erste Vorab-Noten eingetragen sein müssen“, erklärt sie. So werde sichergestellt, dass ein Halbjahreszeugnis ausgestellt werden kann.

Die Elternsprecherin berichtet, dass in den Klassen eins bis sechs der Betreuungsbedarf durch die Eltern nun deutlich höher ist. „Die Eltern fühlen sich gefordert und zum Teil auch überfordert“, sagt sie. Die Mehrheit würde es aber sehr begrüßen, dass an dem Szenario B festgehalten wird und so eine gewisse Planungssicherheit besteht. „Diese Entscheidung der Stadt war auf jeden Fall richtig“, so Fischer.

Unter den jungen Erwachsenen gibt es auch kritische Stimmen. Ali Pektürk ist Vorsitzender des Kinder- und Jugendparlaments und tauscht sich per Whats-App mit vielen Schülern aus. „Das Homeschooling scheint aktuell überhaupt nicht zu funktionieren. Die Berichte der Schüler sind katastrophal“, sagt er.

Sein Bruder besuche derzeit die zwölfte Klasse an den Berufsbildenden Schulen II. „Drei seiner Lehrer sind in Quarantäne. Zwei davon melden sich überhaupt nicht bei den Schülern“, so Pektürk.

Auf E-Learning setzen

Laut den Schülern funktioniere der ständige Wechsel aus Präsenz- und Heimunterricht nicht. „Besser wäre es, die Schulen komplett zu schließen und ganz auf E-Learning zu setzen. Dann sind die Lehrer zu verlässlichen Zeiten per Videokonferenz verfügbar“, meint Pektürk. „Die Kohorten müssen konsequent getrennt werden, sodass bei Infektionen nur Teile der Schüler in Quarantäne müssen.“

Sigrid Radetzky, Schulleiterin der Integrierten Gesamtschule, lobt die Stadtverwaltung: „Ich bin froh, dass es eine klare Ansage gab.“ Es bestehe allerdings die Gefahr, dass lernschwache Schüler abgehängt werden. Über Eltern habe sie erfahren, dass manche Jugendliche mit der Situation überfordert sind. „Vielleicht ist das etwas Positives an der Krise. Viele merken, wie sehr sie die Schule brauchen.“

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