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NWZonline.de Region Delmenhorst

Attraktivität für Erzieher steigern

22.06.2019

Delmenhorst Es ist kaum von der Hand zu weisen: In ganz Niedersachsen gibt es einen Erzieher-Fachkräftemangel. In Delmenhorst möchte man diesem nun den Kampf ansagen – mit einem neuen Ausbildungsmodell. Ab Sommer bietet die Kirschensteiner Schule (BBS II) eine Teilzeit-Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten und Erzieher an.

Sozialpädagogische Assistenten

Zwei bis drei Klassen gibt es derzeit für jeden Jahrgang in der zweijährigen Vollzeitausbildung. Männer und Frauen, die zuvor bereits eine Ausbildung absolviert haben und sogenannte Umschüler sind, müssen die Ausbildung ein Jahr absolvieren. Für sie gibt es nun die Möglichkeit einer Teilzeitausbildung. „Die Zeitraum verlängert sich hierbei auf eineinhalb Jahre“, erklärt Ulrich Droste, Schulleiter der BBS II. Zwei Tage in der Woche findet vormittags der Unterricht statt, zwei bis drei Tage kann man vormittags den praktischen Teil absolvieren.

„Wir geben jungen Müttern und Vätern, die sich aktuell um Familie und Kindererziehung kümmern, die Möglichkeit, sich weiterzubilden und gleichzeitig ausreichend Zeit für die eigene Familie zu haben“, sagt Ulrich Droste. Dass ein Bedarf vorhanden ist, lässt sich an den Anmeldezahlen erkennen. In diesem Sommer werden 20 Personen in ihre Teilzeitausbildung starten. „Viele der Bewerber sind zwischen 30 und 40 Jahren alt und liegt somit genau in der Gruppe, die wir ansprechen wollten“, sagt Katrin Meyer-Abich, BBS-Abteilungsleiterin für die Sozialpädagogen.

Erzieher

Noch nicht ganz so hoch seien die Anmeldezahlen für die Teilzeitausbildung zum Erzieher. „Hier hoffen wir noch, dass es einige Anmeldungen gibt“, sagt Ulrich Droste. Statt der zweijährigen Vollzeitausbildung seien hier drei Jahre nötig. „Das Angebot richtet sich gerade an Leute, die derzeit als Sozialpädagogische Mitarbeiter bereits tätig sind“, so Droste.

Sie könnten weiter in ihrer Einrichtung arbeiten, würden einmal in der Woche zur Schule gehen und an vier Nachmittagen an zwei Unterrichtseinheiten teilnehmen. Aber auch andere Interessenten haben die Möglichkeit auf eine Teilnahme. In Abstimmung mit der Schule würde nach einer Einrichtung gesucht werden, an der der praktische Teil der Ausbildung gemacht werden könnte. „Unser Ziel ist es mit den Ideen, neue Leute in das System zu bekommen“, erklärt Ulrich Droste.

Die Stadt Delmenhorst begrüßt das Engagement der Schule. Auf Ratsbeschluss erhalten Auszubildende zum Erzieher 100 Euro als „Taschengeld” von der Stadt, weitere 150 Euro kommen vom Land Niedersachsen. Voraussetzung ist es, an der BBS II zur Schule zu gehen und in einer Einrichtung in Delmenhorst, tätig zu sein. „Wir müssen Anstrengungen unternehmen, um die Attraktivität zu steigern“, sagt der Erste Stadtrat Markus Pragal: „Der Bedarf wird mittelfristig noch weiter steigern, darauf wollen wir vorbereitet sein.“

Sönke Spille Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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