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NWZonline.de Region Delmenhorst

Kleines Kätzchen Lulu ist eine echte Kämpferin

31.07.2019

Delmenhorst Mit einem Beckenbruch, zwei gebrochenen Oberschenkeln und einem Tag ohne Wasser sah es für Lulu gar nicht rosig aus. Lulu ist ein circa acht Wochen altes Kätzchen, welches Glück im Unglück hatte. Tierfreunde brachten es nach einem Unfall zum Tierschutzverein Delmenhorst. Doch noch hat die kleine Katze den Kampf nicht gewonnen. Am gestrigen Dienstag musste Lulu operiert werden.

Am Donnerstagvormittag, 25. Juli, bemerkten die beiden Mitarbeiter der Tischlerei Gallas, Christoph Smip und Mike Pade in der Grüppenbührener Landstraße in Bookholzberg ein Miauen. Es klang harmlos. „Da möchte aber eine Katze dringend ins Haus“, dachten die beiden nur und fuhren los zu ihren Aufträgen.

Klägliches Miauen

Am darauffolgenden Freitag jedoch, war das Miauen immer noch zu hören. Und diesmal klang es viel kläglicher. „Ich habe selbst zwei Katzen und kenne ihre verschiedenen Maunzer nur zu gut, und da war eine Katze in Not“, sagte Smip. Smip und Pade machten sich auf die Suche an der vielbefahrenen Straße.

Und tatsächlich, unter einem Auto auf dem Parkplatz des Restaurants fanden sie ein kleines schwarz-weißes Kätzchen, das sich sofort miauend zu ihnen schleppte. Der Schreck war groß, als sie sahen, dass die kleine Samtpfote genau so aussah wie eine ausgewachsene Katze, die Tage zuvor auf derselben Straße überfahren worden war. War es vielleicht die Mutter gewesen?

Die beiden Tierfreunde gaben dem kleinen Tier Wasser und Futter und brachten es direkt zum Tierschutzhof Delmenhorst. Dort wurde der Tierarzt alarmiert. Zudem machten sich zwei Mitarbeiterinnen auf den Weg, um nach verwaisten Geschwisterkätzchen entlang der Straße zu suchen. Dies allerdings ohne Erfolg.

Mehrere schwere Brüche

Die Untersuchungen des Hoftierarztes brachten das ganze Ausmaß der schweren Verletzungen ans Licht. Das Becken und beide Oberschenkel von Lulu sind gebrochen.

Es stand fest: Die kleine Lulu, wie sie gleich von allen genannt wurde, braucht eine sehr aufwendige und kostenintensive Operation am Becken und an beiden Oberschenkeln von einer tierärztlichen Spezialistin. Denn nur so hat sie gute Chancen auf eine Heilung. Ihre Lebenskraft habe Lulu trotz allem nicht verloren, sie hat guten Appetit und möchte von der Hand, die sich ihr entgegen streckt, gestreichelt werden.

Komplizierte Operation

Am gestrigen Dienstag war es dann soweit: Lulu kam auf den OP-Tisch. „Es war komplizierter als erwartet, aber Lulu hat alles gut überstanden“, sagte Ulrike Büthe vom Tierschutzhof. Lulu war kurz danach schon wieder wach, hat getrunken und etwas gefressen.

„Die Kosten für die Behandlung werden mit mindestens 700 Euro zu Buche schlagen. Vielleicht auch mehr, was wir aber nicht hoffen“, sagte Schichtleiterin Nadine Wessollek. Immer wieder gebe es Tierschicksale, bei denen nur teure OPs oder Behandlungen den Vierbeinern Heilung oder zumindest Linderung bringen können. Im vergangenen Jahr kam der Tierschutzhof auf eine Jahresrechnung von 35 000 Euro, allein für Tierarztkosten. Besonders kostspielige Beispiele waren da in jüngster Zeit zum einen Hündin Shila, die ein Cauda-Equina-Syndrom, eine Schädigung der Nervenfaser im Rückenmark, hatte. 1450 Euro mussten für die Behandlung her. Oder auch die Katze Talina, die für 2000 Euro eine laufende Behandlung gegen Anämie bekommt. „Das alles ist nur durch Spenden möglich“, sagte Büthe.

Spende für Lulu

Die OP-Kosten betragen 700 Euro. Wer den Tierschutzverein Delmenhorst bei diesen Kosten unterstützen will, kann spenden. Eine Spende mit dem Betreff „Tierarztkosten“ kann mit einer Überweisung an Landessparkasse zu Oldenburg; IBAN: DE15 2805 0100 0030 4174 30; BIC: SLZODE22XXX getätigt werden.

Wessollek wird Lulu vorerst zu sich nehmen. Denn die kleine Katze ist aufgrund ihrer Verletzungen nicht in der Lage alleine zu bleiben. „Sie muss viel auf den Arm genommen werden und bleibt ansonsten in einer Kiste, damit sie sich nicht bewegt“, sagte Büthe.

Vermittlung nach Heilung

Und wer jetzt sofort beim Tierschutzverein Delmenhorst anfragen will, ob Lulu schon vermittelt wurde, der muss sich noch etwas gedulden. „Die nächsten drei bis vier Wochen werden wir erstmal schauen, das Lulu richtig gesund wird“, sagte Büthe. Erst danach, könne über eine Vermittlung nachgedacht werden.

Den Namen Lulu habe die kleine Katze übrigens bekommen, weil das eine afrikanische Bezeichnung für „Kämpferin“ sei. Und eine Kämpferin ist die junge Katze allemal.

Freya Adameck Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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