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Tierschutz Stadttauben sollen versorgt werden

Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst - Als Schädlinge oder Ratten der Lüfte sind Tauben bei vielen Menschen bekannt. Die Vögel haben in der Gesellschaft nicht viele Freunde, auch wegen ihrem Kot, der Schäden an Gebäuden verursacht. „Tauben sind wunderschöne Tiere. Bei Hochzeiten sollen sie fliegen und in Städten werden sie weggetreten“, ärgert sich aber Henning Suhrkamp. Das hätten die Vögel nicht verdient.

Gruppe will helfen

In Delmenhorst bildet sich nun eine Gruppe, die sich für die Tiere einsetzen will. Die neue Ortsgruppe des Vereins Stadttauben Bremen trifft sich erstmalig am kommenden Donnerstag, 9. November.

Mit dabei sind auch Julia und Mischa Reddig. „Das Ding ist, dass die Stadttaube zu Unrecht mit negativen Worten belegt ist“, findet Suhrkamp. Eigentlich seien die Stadttauben nur verwilderte Haustiere. „Dadurch sind sie zum Überleben auf uns Menschen angewiesen.“ Ohne eine artgerechte Nahrung käme es zum sogenannten Hungerkot, der Gebäude angreife. Artgerecht seien Körner und Innereien.

„Unser Projekt soll sein, einen Taubenschlag in Delmenhorst zu errichten.“ Darin soll die Anzahl der Tauben dauerhaft und tierschutzgerecht begrenzt werden, zum Beispiel indem echte Eier gegen Gipseier ausgetauscht würden. Anstatt weitere Eier zu legen, würden die Tauben dann die falschen bebrüten. Ein Antrag bei der Stadt sei bereits gestellt. Auch verletzten oder hungernden Tauben soll geholfen werden, wenn sie in einem der Taubenhäuser gefunden würden.

Niemand kümmert sich

„Wir sind im Moment nur wenige Leute, aber wir werden mehr.“ Aber warum engagieren sich Suhrkamp und seine Mitstreiter ausgerechnet für die Stadttaube? „Ich war 24 Jahre im Tierschutzverein aktiv, aber Stadttauben fallen nicht unter den Artenschutz, um sie kümmert sich niemand.“ Auf die Idee habe ihn Amtsveterinärin Dr. Nicolin Niebuhr gebracht. Ebenfalls am Herzen lägen ihm die Graftgänse und Straßenkatzen. „Ich helfe den Tieren, die durchs Loch fallen.“

Die Gruppe freut sich über jede Unterstützung. Zum ersten Treffen am Donnerstag sind alle willkommen. Es beginnt um 19 Uhr im Restaurant Markt Eins, Mühlendamm 3.

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