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NWZonline.de Region Delmenhorst

DLW will neue Absatzmärkte erschließen

09.02.2018

Delmenhorst Besuch aus Frankreich vom neuen Chef bekam am Donnerstag das Delmenhorster DLW-Werk: Bertrand Chammas, geschäftsführender Vorstand der französischen Gerflor-Gruppe, stellte sich am Nachmittag auf einer Mitarbeiterversammlung der Belegschaft vor. Gerflor hat – wie berichtet – den in die Insolvenz gerutschten Delmenhorster Linoleum-Hersteller übernommen und tritt mit dem Versprechen an, der Firma mithilfe schlagkräftiger Marketing- und Vertriebsstrukturen unter weitestgehender Umgehung von Großhändlern neue Absatzmärkte zu erschließen. Insbesondere die USA – dort ließ der ehemalige DLW-Eigentümer Armstrong DLW nicht zum Zuge kommen – bietet sich nach Einschätzung der neuen Führungskräfte als Markt mit Wachstumspotenzial an. Alle 270 Mitarbeiter in Delmenhorst sollen ihre Arbeitsplätze behalten, am Standort Bietigheim-Bissingen immerhin 42 von ehemals 232 Beschäftigten.

Gerflor produziert in ihren Firmen Bodenbeläge, Eingangsmatten, selbstklebende Fliesen und vieles mehr für den Innenausbau. Die Gruppe hat Kunden aus dem Gesundheitswesen, dem Ladenbau, dem Wohnungsbau, der Industrie, dem Sport, dem Bildungswesen, dem Hotel- und Gaststätten- und dem Transportgewerbe. In 2017 lag der Umsatz der weltweit tätigen Gruppe mit insgesamt 3700 Mitarbeitern bei 860 Millionen Euro, berichtete Gerflor-Finanzvorstand Edouard Phelippeau. Seit 2006 wies die Gruppe ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 8,6 Prozent pro Jahr auf. Phelippeau: „Wir sind eine Gruppe, die auf innovativen und starken Marken aufbaut.“

Nach Angaben von Chammas hatte Gerflor schon vor zehn Jahren Interesse an einer Übernahme von DLW gehabt, „die Bedingungen stimmten aber nicht“. Das habe sich jetzt geändert. Allerdings nur für den Standort Delmenhorst. Chammas: „Bietigheim war in einem Zustand, den wir als wenig Erfolg versprechend ansahen.“

Mit DLW komplettiert Gerflor sein Portfolio um den Hersteller eines Bodenbelags, der ausnahmslos aus natürlichen Zutaten hergestellt wird. Außer in Delmenhorst wird Linoleum nur noch in einem Werk in den Niederlanden und bei einem kleineren Anbieter in Belgien produziert. In Delmenhorst begann die Linoleum-Produktion im Jahr 1882. Das ehemals weit verbreitete Linoleum wurde in den 50er und 60er Jahren durch das Aufkommen von PVC nahezu verdrängt. Heute erfreut es sich wieder steigender Beliebtheit, gerade bei umweltbewussten Menschen.

„Mit Gerflor haben wir einen Partner, der ganz andere Vertriebswege bedient. Wir kennen uns, wir respektieren uns, und wir schätzen uns auch“, sagt DLW-Geschäftsführer Stephan Lührs. Er verspricht, auch wieder mehr Ausbildungsplätze anzubieten. „Der Neustart hat nach der Insolvenz länger gedauert, als wir erwartet hatten.“

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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