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NWZonline.de Region Delmenhorst

„Annenriede ist doch kein Abwasserkanal“

19.03.2018

Delmenhorst Der Geruch sei schwer zu beschreiben gewesen. Das, was er da am 6. März in dem Fließgewässer Annenriede gerochen und gesehen habe, habe ihn an Lösungsmittel oder Benzin erinnert. „Gesund kann das jedenfalls nicht sein“, ist sich Anwohner Detlef Heitmann sicher. „Da waren Schlieren im Wasser und richtige Ölteppiche.“

54 Jahre lebe er inzwischen am Annenheider Damm, eine solch starke Verunreinigung habe er noch nie erlebt. „Das waren mehr als zehn oder zwölf Stunden, erst dann flachte es ab. Noch nach 36 Stunden war ein Film auf der Wasseroberfläche sichtbar.“

Eingegriffen hat der Fachdienst Umwelt der Stadt, der laut Pressesprecher Timo Frers gemeinsam mit der Feuerwehr Ölsperren ins Gewässer eingebracht hat. „Meine Information ist, dass bislang der Ort der Einleitung, ihre Menge und die Art der Substanz noch nicht herausgefunden werden konnten“, sagte Frers auf Nachfrage der NWZ. Frers’ Chef, Oberbürgermeister Axel Jahnz, weiß anscheinend mehr und sagt, dass es sich wohl um Holzschutzmittel gehandelt habe.

Die Pressestelle der Polizeiinspektion teilte auf Nachfrage mit, dass die Einleitstelle der Substanz ermittelt worden sei. Aus ermittlungstaktischen Gründen werde der Ort jedoch nicht öffentlich bekanntgegeben. „Der Verursacher konnte noch nicht ermittelt werden. Das Verfahren ist an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden“, bestätigt ein Pressesprecher.

Diese wenig aussagekräftigen Informationen sind es auch, die Detlef Heitmann sauer machen: „Mir geht es nicht darum, hier irgendjemanden bloßzustellen oder anzuprangern. Aber die Annenriede ist ein lebendes Gewässer, kein Abwasserkanal.“ Es spielten Kinder am Ufer, Spaziergänger mit ihren Hunden seien dort unterwegs. „Wenn ein gefährlicher Stoff ins Wasser geflossen ist, dann muss die Öffentlichkeit das wenigstens wissen.“

Imke Harms Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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